Der Koran lenkt unsere Aufmerksamkeit permanent auf die Phänomene der Natur, die ja das zentrale Thema der Wissenschaft bilden, und ermahnt uns, sie zu studieren.

Gott hat zwei Arten von Gesetzen erlassen: die religiösen Regeln (die Seinem Attribut Sprache entstammen und unser religiöses Leben ordnen) und die so genannten Naturgesetze (die aus Seinem Attribut Wille hervorgehen und die Schöpfung und das Leben lenken).

Die Belohnung bzw. Bestrafung für das Befolgen oder Ignorieren dieser Regeln wird zu unterschiedlichen Zeiten gewährt. Die Belohnung bzw. Bestrafung für das Befolgen oder Ignorieren der ersten Art von Regeln wird normalerweise im kommenden Leben gewährt, während das Befolgen oder Ignorieren der zweiten Art von Regeln in diesem Leben beantwortet wird.

Der Koran lenkt unsere Aufmerksamkeit permanent auf die Phänomene der Natur, die ja das zentrale Thema der Wissenschaft bilden, und ermahnt uns, sie zu studieren. In den ersten fünf Jahrhunderten des Islam haben die Muslime Wissenschaft und Religion, Herz und Verstand, Materielles und Spirituelles miteinander verknüpft. Später dann verloren sie nicht nur ihre Führungsrolle in der Wissenschaft, weil sie Gottes Gesetze für die Natur vernachlässigten, sondern hielten auch die religiösen Regeln nicht länger ein. Aus diesem Grunde fielen sie hinter den Mächten, die zumindest Wissenschaft und Technik beherrschen, in einen bedauernswerten Zustand zurück. Ihr Ausweg würde darin liegen, dass sie beiden Arten von Gesetzen wieder folgen.

Quelle:  Büyükcelebi, Ismail (2005), Leben im Lichte des Islam, Fontäne/Offenbach

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