AL-DSCHINN

Sure 72

DIE DSCHINN

offenbart in Mekka

Diese Sure von 28 Versen wurde in Mekka offenbart. Sie bezieht ihren NamenAl-Dschinnaus Vers eins und beschreibt, dass einige Dschinn der Koranrezitation des Gesandten Gottes zuhörten und dadurch zu Gläubigen wurden. Ferner wird in der Sure erneut die absolute Einheit Gottes betont sowie die Tatsache, dass Muhammad – Friede sei mit ihm – Gottes Gesandter war. Die Dschinn, die hier zum Glauben fanden, bekannten sich zu beiden Aussagen.

IM NAMEN GOTTES, DES ERBARMERS, DES BARMHERZIGEN!

1. Sprich (o Gesandter): „Mir ist offenbart worden, dass eine Schar von Dschinn mir Gehör geschenkt hat (als ich den Koran vortrug), dann (als sie zu ihrem Volk zurückkehrten) sagten sie: ‘Wir haben fürwahr einen wunderschönen Koran gehört,

2. Er leitet zu dem, was rechtschaffen ist im Glauben und Handeln, deshalb haben wir daran geglaubt; und wir werden Gott niemals irgendwelche Teilhaber zur Seite stellen.

3. Und Er - erhaben ist die Herrlichkeit unseres Herrn - hat Sich weder eine Gefährtin noch ein Kind genommen,

4. Während die Törichten unter uns etwas gar Ungeheuerliches gegen Gott aussprechen.

5. Und (wir befanden uns im Irrtum, als) wir meinten, dass die Menschen und die Dschinn niemals eine Lüge gegen Gott vorbringen würden.

6. (Doch wir haben einsehen müssen, dass) es fürwahr Männer aus den Reihen der Menschheit gab, die bei einigen unter den Dschinn Zuflucht suchten, und so mehrten (die Ersteren) sie (die Letzteren) in ihrer Einbildung, Auflehnung und dem Unrecht, das sie taten.

7. Und sie (diese Männer) haben gemeint, ebenso wie ihr gemeint habt, dass Gott niemals irgendjemanden (als Gesandten aus ihren Reihen) erwecken würde.

8. Doch nun, als wir versuchten, bis in den Himmel vorzudringen, fanden wir ihn voll der strengen Wächter und der leuchtenden Flammen (Kometen).

9. Wir pflegten dort einen Platz einzunehmen, um (ihren Bewohnern) heimlich zu lauschen, doch wer jetzt versucht zuzuhören, der findet leuchtende Flammen, die ihn erwarten.

10. Wir (die wir daran gehindert werden, heimlich zu lauschen) wissen nicht, ob Schlimmes für die beabsichtigt ist, die auf Erden leben, oder ob ihr Herr beabsichtigt, sie rechtzuleiten (und ihnen Gutes zuteil werden zu lassen).

11. Es gibt unter uns welche, die rechtschaffen sind (in ihrem Verhalten und fähig zu glauben), und es gibt auch welche, die ganz anders sind. Wir sind Gruppen gewesen mit voneinander abweichenden Wegen.

12. Wir haben begreifen gelernt, dass wir Gottes (Willen auf Erden) keinesfalls vereiteln können und dass wir uns Ihm auch nicht durch Flucht entziehen können.

13. Und als wir die Rechtleitung hörten (so wie sie im Koran enthalten ist), haben wir (sogleich) daran geglaubt. Wer immer an seinen Herrn glaubt und sich nicht vor Verlust fürchtet (dass ihm Unrecht geschehen könnte, weil er Glauben hegt und wegen der guten Taten, die der Glaube erfordert) oder vor Drangsal.

14. Und unter uns sind welche, die sich vollkommen in Gott ergeben haben, geradeso wie es unter uns manche gibt, die in den Ungehorsam gegen Gott abgeglitten sind. Wer immer sich Gott vollkommen ergeben hat, das sind diejenigen, die nach Rechtleitung (in Glauben und Handeln) getrachtet und sie erlangt haben.

15. Aber diejenigen, die in Ungehorsam gegen Gott abgeglitten sind, das sind die, die zu Brennstoff für die Hölle geworden sind.’“

16. Wenn sie (die Menschen und die Dschinn) dem (rechten) Weg (der Ergebung in den Islam ohne Abweichung) folgen würden, dann würden Wir ihnen gewiss Wasser (und Versorgung) im Überfluss gewähren;

17. Wir stellen sie durch das auf die Probe (was Wir ihnen gewähren). Wer immer sich von der Ermahnung seines Herrn abwendet (von Seinem Buch und Seiner Belehrung), den wird Er in eine ständig schlimmer werdende Strafe treiben (die ihn in ihrer vollen Härte umfängt).

18. Alle Stätten der Andacht (und alle Glieder des Körpers, mit denen man sich niederwirft) gehören Gott, und alle Anbetung gebührt nur Ihm allein; darum betet niemanden neben Gott an.

19. Doch wenn Gottes Diener sich erhebt, um zu beten, dann umschwärmen sie (die Götzenanbeter) ihn (indem sie mit lauten höhnischen Zurufen zu verhindern trachten, dass seine Koranrezitation gehört wird).

20. Sprich: „Ich bete nur meinen Herrn an und stelle Ihm niemanden als Teilhaber zur Seite.“

21. Sprich: „Es steht nicht in meiner Macht, euch Schaden zu verursachen oder euch Gutes zu bringen, indem ich euch (auf den geraden Weg) leite.“

22. Sprich: „Niemand könnte mich jemals vor Gott beschützen (wenn ich ungehorsam gegen Ihn wäre), noch könnte ich Zuflucht finden außer bei Ihm.

23. (Was ich tun kann und muss, ist) nur (die Wahrheit) von Gott und Seinem Gesandten zu überbringen.“ Und wer immer ungehorsam ist gegen Gott und Seinen Gesandten, für den ist ganz gewiss das Feuer der Hölle bestimmt, in dem er auf ewig bleiben wird.

24. (Mögen sie doch fortfahren, euch als nur wenige an Zahl und schwach zu betrachten und euch so herabzusetzen, doch) wenn sie sehen, was ihnen versprochen worden ist (nämlich das Feuer), dann werden sie erfahren, wer in Wirklichkeit die schwächeren Helfer hat und geringer ist an Zahl.

25. Sprich: „Ich weiß nicht, ob (das Hereinbrechen über euch dessen) was euch versprochen worden ist, nah ist, oder ob mein Herrn dafür eine Frist in weiter Ferne festgesetzt hat.“

26. (Er allein ist es) der um das Verborgene weiß (um das, was jenseits menschlichen Wahrnehmungsvermögens liegt), und Er enthüllt Sein Verborgenes niemandem,

27. Außer einem Gesandten, den Er auserwählt hat (und mit dem Er wohl zufrieden ist - den lässt Er vom Verborgenen soviel wissen, wie Er will); und Er setzt einen aufmerksamen Wächter vor ihm (zwischen ihm und seinen Zuhörern) und einen aufmerksamen Wächter hinter ihm ein (zwischen ihm und dem Ursprung der Offenbarung),

28. Damit Er deutlich machen möge, dass sie (die Gesandten) ganz gewiss die Botschaft ihres Herrn überbracht haben. Er umfängt alles, was sie haben (an Offenbarung), und Er lässt alle Dinge ganz genau niederschreiben.

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