AD-DUKHĀN

Sure 44

DER RAUCH

offenbart in Mekka

Die Offenbarung dieser Sure fällt in die Endzeit der mekkanischen Phase. Sie besteht aus 59 Versen. Das Wortdukhān(Rauch), nach dem diese Sure benannt ist, findet sich in Vers 10. Zunächst werden die hartnäckigen Feinde des Gesandten vor der Strafe gewarnt,

die über sie kommen könnte, und sie werden daran erinnert, wie und warum der Pharao und seine Armee im Meer ertranken. Ferner wird hervorgehoben, dass Gott der Urheber des Korans ist, der unvergleichliche Schöpfer und Herr des gesamten Universums und der Einzige, dem Anbetung gebührt. Die Sure klingt aus mit einer Beschreibung des Endes, das den Gläubigen und deren Feinden beschieden sein wird.

IM NAMEN GOTTES, DES ERBARMERS, DES BARMHERZIGEN!

1.Hā. Mīm.

2. Bei dem Buch, das klar in sich selbst ist und deutlich die Wahrheit aufzeigt.

3. Wir haben es in einer Nacht voll Gnade herabgesandt; stets haben Wir (die Menschheit) gewarnt (seit sie erschaffen wurde).

4. In dieser Nacht wird jede Angelegenheit bestimmt und erläutert zu weisen Zwecken,

5. Als Gebot, das aus Unserer Gegenwart erging. Wahrlich, Wir haben immer wieder Abgesandte (aus den Reihen der Engel und der Menschen) geschickt (damit sie Unsere Entscheidungen und Unsere Rechtleitung übermittelten),

6. Als Barmherzigkeit von deinem Herrn - Er ist fürwahr der Hörende, der Wissende -

7. Der Herr der Himmel und der Erde und all dessen, was dazwischen ist, wenn ihr doch nur nach Gewissheit trachten würdet (über den Gesandten und das Buch, das er bringt).

8. Es gibt keine Gottheit außer Ihm, die Leben geben und den Tod herbeiführen könnte; eurem Herrn und dem Herrn eurer Vorfahren.

9. Doch (sie wünschen sich keine Gewissheit; sondern) sie sind in unumstößlichem Zweifel, vertieft in die Zeitvertreibe des weltlichen Lebens.

10. Darum halte Ausschau (o Gesandter) nach dem Tag, an dem der Himmel einen deutlich sichtbaren Rauch hervorbringen wird,

11. Der die Menschen einhüllen wird (und sie ausrufen lassen wird): „Dies ist eine schmerzliche Strafe.

12. Unser Herr! Nimm diese Strafe von uns hinweg, denn wir sind jetzt wahre Gläubige.“

13. Wie kann es eine Ermahnung für sie geben (sodass ihr Bekenntnis zum Glauben wahr sein könnte), wo doch bereits ein Gesandter zu ihnen gekommen ist, der die Wahrheit deutlich klar gemacht hat (und sie in jeder Beziehung in seinem Leben und seinem Charakter verkörpert),

14. Doch sie wenden sich von ihm ab und sagen (von ihm): „Da ist einer, der von anderen gelehrt wurde und besessen ist.“

15. Wir werden die Strafe noch auf eine kurze (Weile) zurückhalten: Doch ihr werdet (zu eurer früheren Lebensweise im Unglauben) zurückkehren (deren Ergebnis eine ewig währende Strafe ist),

16. An dem Tag, wenn Wir euch mit dem gewaltigsten Griff erfassen werden. Wir werden fürwahr Vergeltung üben.

17. Vor ihnen haben Wir wahrlich das Volk von Moses geprüft, als ein edler Gesandter zu ihnen kam,

18. Der sagte: „Übergebt mir die Diener Gottes! Ich bin ein Gesandter (Gottes) an euch, der vertrauenswürdig ist.

19. Seid nicht überheblich in stolzer Auflehnung gegen Gott (indem ihr Seinem Gebot nicht gehorcht und mich deshalb als Gesandten ablehnt). Ich bin fürwahr mit eindeutiger Ermächtigung zu euch gekommen.

20. Ich habe Zuflucht gesucht bei meinem Herrn, der wahrlich auch euer Herr ist, davor, dass ihr mich zu Tode steinigt.

21. Wenn ihr nicht an mich glauben wollt, dann haltet euch von mir fern (und lasst mich in Ruhe).“

22. Dann rief er seinen Herrn an: „Das sind fürwahr Menschen, die sich schuldig gemacht und sich ganz darauf verlegt haben, Sünden anzuhäufen.“

23. Dann (befahl ihm sein Herr): „Mache dich bei Nacht mit Meinen Dienern auf den Weg. Ihr werdet ganz bestimmt verfolgt werden.

24. Und lasse das Meer nun in Ruhe zurück (so wie es war, bevor es sich für euch teilte), denn sie sind eine Heerschar, der es bestimmt ist zu ertrinken.“

25. Wie gar zahlreich waren die Gärten und Quellen, die sie zurückließen;

26. Und die Kornfelder und hervorragenden Wohnstätten und erhabenen, ehrenvollen Stellungen;

27. Und andere Annehmlichkeiten des Lebens , über die sie zu frohlocken pflegten!

28. So war es! Und Wir machten ein anderes Volk zu Erben (der Wohltaten, derer sie sich erfreuten).

29. Und weder der Himmel noch die Erde vergossen Tränen ihretwegen, und es wurde ihnen auch kein Aufschub gewährt (als die Strafe gerechterweise über sie kam).

30. Und wahrlich, Wir erretteten die Kinder Israels vor den demütigenden Verfolgungen,

31. Des Pharaos. Er war in der Tat ein hochmütiger Tyrann, der Übertretungen beging.

32. Und mit Wissen (ganz bewusst und zu einem bestimmten Zweck) erwählten Wir sie (die Kinder Israels) vor anderen Völkern (ihrer Zeit).

33. Und (als Gnadenbeweis) gewährten Wir ihnen viele Zeichen (Wunder), in denen eine offenkundige Prüfung lag.

34. Und diese (mekkanischen polytheistischen) Menschen sagen mit Nachdruck:

35. „Es gibt nichts nach unserem ersten Tod, und wir werden nicht wieder auferweckt.

36. Wenn ihr die Wahrheit sprecht (indem ihr behauptet, dass die Toten zu neuem Leben erweckt werden), dann bringt doch unsere Vorfahren zurück.“

37. Wie! Sind sie besser (was Reichtum und Macht angeht) oder das Volk von Tubba‘ und die anderen (die Wir) vor Ihnen (untergehen ließen)? Wir ließen sie untergehen, weil sie ungläubige Sünder waren, die sich darauf verlegt hatten, Sünden anzuhäufen.

38. Wir haben die Himmel und die Erde und alles, was zwischen ihnen ist, nicht im Spiel und zum Spaß erschaffen.

39. Wir haben sie nicht anders als in Wahrheit erschaffen (zu einem Zweck voll tiefer Bedeutung und auf den festen Grundlagen der Wahrheit), doch die meisten Menschen wissen (es) nicht.

40. Wahrlich, der Tag des Jüngsten Gerichts und der Unterscheidung (zwischen der Wahrheit und dem Falschen, und den Rechtschaffenen und den Sündern) ist der Zeitpunkt, der für sie alle festgelegt wurde;

41. Der Tag, an dem kein Hüter dem Unterstützten und Beschützten in irgendeiner Weise von Nutzen sein kann und niemandem geholfen wird;

42. Außer denjenigen, mit denen Gott Erbarmen haben wird. Er ist fürwahr der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht (Dessen Strafe niemand entkommen kann), der Barmherzige (insbesondere gegen Seine gläubigen Diener).

43. (Hier ist) der BaumZaqqūm,

44. Die Speise für den, der ganz dem Sündigen verfallen ist:

45. (Er ist) wie geschmolzenes Metall, das in ihren Bäuchen brodeln wird,

46. Wie das Sieden heißen Wassers.

47. „(O ihr Engel der Hölle!) Ergreift ihn (den Sünder), und zerrt ihn in die Mitte der lodernden Flamme!

48. Dann gießt ihm kochendes Wasser über den Kopf als Strafe.

49. Koste es aus! (Nur in deiner eigenen Einbildung) warst du mächtig, ehrbar und edel.

50. Und dies (was du jetzt zu erleiden hast) ist, was du zu bezweifeln pflegtest!“

51. (Im Gegensatz dazu) werden die Gottesfürchtigen, Frommen wahrlich in vollkommener Sicherheit sein (vor jeglichem Übel),

52. Inmitten der Gärten und Quellen (des Paradieses).

53. In feine Seide und Seidenbrokat gekleidet, einander von Angesicht zu Angesicht gegenüber (sitzend).

54. Genau so wird es sein. Und Wir werden sie mit reinen Jungfrauen mit wunderschönen Augen vermählen.

55. Dort werden sie nach Früchten aller Art verlangen in Sicherheit (vor jeglichem Schaden).

56. Den Tod werden sie dort nicht zu kosten bekommen, abgesehen von ihrem ersten Tod (als sie diese Welt verließen); und Er hat sie vor der Strafe der lodernden Flamme bewahrt,

57. Als Gnade von deinem Herrn. Das ist die höchste Glückseligkeit.

58. Deshalb (um euch also für diese Glückseligkeit zu rüsten) haben Wir diesen Koran so gemacht, dass er leicht verständlich ist, indem Wir ihn in deiner Sprache offenbart haben, sodass sie sich erinnern mögen und achtsam sind (und ihre Lebensweise danach ausrichten).

59. Darum warte (o Gesandter), und beobachte (wie sie sich verhalten und wie es ihnen ergeht); sie warten ebenfalls (um zu sehen, wie es dir und deiner Sendung ergeht).

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