AL-MU’MIN

Sure 40

DER GLÄUBIGE

offenbart in Mekka

In Vers 28 dieser Sure von 85 Versen wird ausführlich von einem Gläubigen berichtet, der wahrscheinlich aus der Sippe des Pharaos stammte. Dieser hatte seinen Glauben eine Zeitlang geheim gehalten, bevor er sich in sehr prekären Situation öffentlich dazu bekannte und Moses mit seinem Bekenntnis

unterstützte. Die Sure wird auchAl-Ghāfir(Der stets Vergebende), genannt - ein Name Gottes, der in Vers 3 vorkommt. Sie wurde unmittelbar nach der (vorangegangenen) SureAz-Zumar offenbart. Damals verstärkten die mekkanischen Götzenanbeter ihre Verfolgungen der Gläubigen und schmiedeten sogar einen heimtückischen Plan, um Gottes Gesandten – Friede sei mit ihm – zu töten. Die Sure macht ihnen Vorwürfe wegen ihres unerbittlichen Vorgehens, das an das Vorgehen des Pharaos gegen Moses – Friede sei mit ihm – erinnerte. Gleichzeitig weist die Sure sowohl die Götzenanbeter als auch die Gläubigen darauf hin, dass der letztendliche Triumph der Gläubigen unabwendbar ist, möge die Reaktion der Götzenanbeter auf Gottes Botschaft auch noch so uneinsichtig und schroff ausfallen.

IM NAMEN GOTTES, DES ERBARMERS, DES BARMHERZIGEN!

1.Hā. Mīm.

2. (Dies ist) das Buch, das in Abschnitten herabgesandt wird von Gott, dem Ruhmreichen von unwiderstehlicher Macht, dem Wissenden,

3. Dem, der Sünden stets vergibt und der Reue annimmt, jedoch sehr streng ist in der Vergeltung, grenzenlos in Seiner Gnadenfülle. Es gibt keine Gottheit außer Ihm. Zu Ihm ist die letztendliche Heimkehr.

4. Niemand streitet über Gottes Offenbarungen und Zeichen (in der Schöpfung im menschlichen Leben und in der Geschichte) außer denen, die hartnäckig am Unglauben festhalten. Doch lass dich nicht durch ihr Umherziehen im Lande in Pracht und scheinbarer Vormachtstellung täuschen.

5. Vor ihnen hat bereits das Volk von Noah (Gottes Offenbarungen und Zeichen) zur Lüge erklärt, und geradeso haben es die Gemeinschaften gemacht, die nach ihnen kamen (und die im Koran erwähnt werden). Jede Gemeinschaft hat heimtückische Pläne gegen den Gesandten ausgeheckt, der zu ihr geschickt wurde, um ihn gefangen zu nehmen (und ihn dann zu töten oder zu vertreiben), und sie gingen mit falschen Behauptungen gegen ihn (den Gesandten Gottes) vor, um so die Wahrheit zu untergraben; doch dann erfasste Ich sie, und (seht nur) wie Meine Vergeltung war!

6. Und so hat sich das Wort deines Herrn gegen die Ungläubigen als wahr erwiesen, dass sie ganz gewiss Bewohner des Feuers sind.

7. Jene (Engel), die den Erhabenen Thron (Gottes) tragen, und die anderen, die ihn umgeben, preisen ihren Herrn mit Seinem Lob, und sie glauben an Ihn (als den einzigen Gott, Herrn und Herrscher über alle Schöpfung), und sie bitten um Seine Vergebung für diejenigen (in Seiner Schöpfung), die glauben, indem sie sagen: „Unser Herr! Du umfängst alle Dinge mit Deiner Barmherzigkeit und Deinem Wissen (denn Du kennst genau die Bedürfnisse, die jedes Geschöpf hat, und erfüllst diese Bedürfnisse voller Barmherzigkeit); darum vergib jenen, die (ihre Sünden) bereuen und Deinen Weg befolgen, und bewahre sie vor der Strafe der lodernden Flamme.

8. Unser Herr! Gewähre ihnen Einlass in den Garten von ewig währender Glückseligkeit, den Du ihnen versprochen hastsowie jenen von ihren Eltern und ihren Ehepartnern und ihren Kindern, die rechtschaffen sind. Wahrlich, Du bist der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht, der Weise.

9. Und bewahre sie davor, dass sie Böses tun (und vor den Folgen daraus am Tag des Jüngsten Gerichts). Wen immer Du bewahrst vor den Übeln dieses Tages, dem hast Du fürwahr Barmherzigkeit erwiesen; und das ist die höchste Glückseligkeit.“

10. Was diejenigen angeht, die hartnäckig am Unglauben festhalten (und als Ungläubige sterben), denen wird verkündet (während sie sich in der Hölle befinden): „Gottes ‘Abscheu’ vor euch ist größer als eure (jetzige) Abscheu vor euch selbst und voreinander (weil ihr die Strafe verursacht habt, unter der ihr leidet), denn man pflegte euch zum Glauben aufzurufen, doch ihr habt euch unablässig geweigert zu glauben.“

11. Sie werden sagen: „Unser Herr! Du hast uns zweimal sterben lassen und uns zweimal Leben gegeben (deshalb sind wir jetzt völlig überzeugt von der Wahrheit all dessen, worüber du uns Kunde gegeben hast, und)wir gestehen unsere Schuld ein (ungläubig gewesen zu sein). Gibt es denn noch irgendeinen Weg, um hier heraus zu kommen (damit wir gläubig sein und gut, rechtschaffen handeln könnten?“

12. „Dies (dass ihr euch in der Hölle befindet) ist so, weil ihr, wenn der Eine Gott allein angerufen wurde, euch hartnäckig weigertet zu glauben, wurden Ihm jedoch Teilhaber zur Seite gestellt, dann glaubtet ihr. Doch über alles (was immer ihr tut) ruht die Entscheidung bei Gott, dem Höchsten, dem unvergleichlich Großen.“

13. Er ist es, der euch Seine Zeichen (sowohl im Universum als auch in eurem Innersten, eurem Leben und in der Geschichte) zeigt (die auf Seine Einzigkeit hinweisen) und der euch Versorgung vom Himmel herabschickt. Doch niemand denkt nach und nimmt sich in Acht außer jenen, die (weil sie ohne Vorurteile sind) sich Gott in Reue zuwenden.

14. Deshalb (o ihr Gläubigen) ruft Gott allein an, aufrichtig in eurem Glauben an Ihn und indem ihr die Religion einzig und allein um Seinetwillen praktiziert, auch wenn es den Ungläubigen noch so sehr zuwider ist.

15. Er ist der über alle Rangstufen Erhöhte, Eigner des Erhabenen Throns. Er entsendet Seinen Geist (die Leben spendende Offenbarung aus der Sphäre des Immateriellen) mit Seinem Gebot,auf wen Er will von Seinen Dienern, um damit (die sich ihrer selbst bewussten, mit Verantwortungsgefühl begabten Wesen) zu warnen vor dem Tag des Zusammentreffens (wenn Seine Diener Ihm begegnen werden);

16. Der Tag, wenn sie (vom Tod) auferstehen werden, an dem nichts von ihnen vor Gott verborgen ist. Wem gehört an diesem Tag die vollkommene Herrschaftsgewalt? Es ist Gott, der Einzige, der Allmächtige Bezwinger (dem alles, was existiert, vollkommen untertan ist).

17. An diesem Tag wird jeder Seele das vergolten, was sie erworben hat; keine Ungerechtigkeit (wird irgendjemandem zugefügt) an diesem Tag. Gott ist schnell im Abrechnen.

18. Warne sie vor dem Tag, der herannaht, wenn die Herzen bis in die Kehlen steigen und sie zu ersticken drohen. Diejenigen, die Unrecht getan haben, werden weder einen vertrauten Freund noch irgendeinen Fürsprecher haben, der Gehör findet.

19. Gott kennt die verräterischen Augen und weiß alles, was die Brüste verbergen.

20. Gott entscheidet in Gerechtigkeit, während die, die sie an Seiner Stelle anrufen, überhaupt nichts entscheiden. Wahrlich, Gott ist es, der der Hörende, der Sehende ist.

21. Sind sie nie auf Erden umhergereist, sodass sie sehen konnten, wie das Ende für jene vor ihnen war (die sich hartnäckig weigerten, an Unsere Zeichen zu glauben)? Jene besaßen mehr Macht als sie und (hinterließen) dauerhaftere Spuren im Land als sie. Dann ergriff Gott sie wegen ihrer Sünden, und sie hatten niemanden, der sie vor Gott beschützte.

22. Das war so, weil die zu ihnen geschickten Gesandten mit eindeutigen Beweisen der Wahrheit zu ihnen kamen, doch sie weigerten sich hartnäckig zu glauben; darum erfasste Gott sie. Er ist fürwahr stark, streng im Strafen.

23. Wir entsandten Moses fürwahr mit klaren Zeichen von Uns (darunter auch Wunder, um ihn zu unterstützen) und mit einer deutlichen Vollmacht,

24. Zu dem Pharao und Haman und Korah, doch sie sagten: „(Dieser Mann ist) ein Zauberer, ein Lügner!“

25. Als er ihnen die Wahrheit aus Unserer Gegenwart brachte (die so eindeutig war, dass sie sie nicht bestreiten konnten), da sagten sie: „Tötet die Söhne derjenigen, die gläubig sind und ihm nachfolgen, und lasst ihre Frauen am Leben (für weitere Demütigung und Leiden).“ Doch das heimtückische Planen der Ungläubigen ist zum Scheitern verurteilt.

26. Der Pharao sagte (zu seinen Würdenträgern): „Lasst mich Moses töten, und er soll doch seinen Herrn anrufen! Ich befürchte, er könnte eure Religion verändern (indem er sie durch seine ersetzt), oder dass er Unordnung im Land anrichtet.“

27. Moses sagte: „Wahrlich, ich suche Zuflucht bei meinem Herrn, der auch euer Herr ist, vor jedem Hochmütigen, der nicht an den Tag der Abrechnung glaubt.“

28. (In diesem Augenblick trat) ein gläubiger Mann aus der Sippe (und von den Würdenträgern) des Pharaos, der bis dahin seinen Glauben verborgen gehalten hatte (vor und) sagte: „Wollt ihr etwa einen Menschen töten, nur weil er erklärt, ‘Mein Herr ist Gott!’, wo er doch fürwahr mit klaren Beweisen von eurem Herrn zu euch gekommen ist? Sollte er ein Lügner sein, dann wird ihm seine Lüge (angerechnet); ist er jedoch wahrhaft (in seinen Behauptungen), dann wird etwas von dem, womit er euch droht, über euch kommen. Wahrlich, Gott leitet nicht denjenigen (zur Wahrheit oder ermöglicht ihm irgendeine Errungenschaft) der (alle Grenzen überschreitet,) verschwenderisch umgeht (mit seinen ihm von Gott gewährten Fähigkeiten) und trügerisch handelt.

29. O mein Volk! Heute erfreut ihr euch eurer Vorherrschaft, weil ihr die Oberhand im Land innehabt; wer aber könnte uns gegen die Strafe Gottes helfen, sollte sie über uns kommen?“ Der Pharao sagte (zu seinem Volk): „Ich zeige euch nur das, was ich sehe (dass es getan werden muss), und ich leite euch nur auf den rechten Weg (damit ihr ihn befolgt).“

30. Doch der, der gläubig war, sagte: „O mein Volk! Ich befürchte für euch wahrlich das Gleiche wie den Tag (des Unheils) jener Gemeinschaften (die vor euch ebenfalls die Gesandten ablehnten, die zu ihnen geschickt wurden);

31. Das Gleiche, was über das Volk von Noah kam, über die ‘Ād und die Thamūd und andere, die nach ihnen kamen; und Gott will niemals irgendeine Ungerechtigkeit für (Seine) Diener.

32. O mein Volk! Ich fürchte wahrlich den Tag des Zusammenrufens (den Tag, an dem die Menschen einander umsonst um Hilfe bitten werden und an dem sie sich gegenseitig verfluchen werden in ihrem Kummer);

33. Der Tag, wenn ihr (euch in vergeblicher Verzweiflung bemühen werdet) umzukehren und zu fliehen (vor dem Feuer), ohne jemanden zu haben, der euch (vor der Strafe) Gottes bewahren könnte. Wen auch immer Gott irregehen lässt, für den gibt es niemanden, der ihn rechtleiten könnte.

34. Und (denkt darüber nach, dass) Josef euch bereits zuvor die manifesten Wahrheiten brachte, doch ihr hörtet niemals auf, Zweifel zu hegen über das, was er euch brachte. Als er schließlich starb, sagtet ihr, dass Gott niemals mehr einen Gesandten nach ihm schicken würde. So lässt Gott den irregehen, der (indem er jegliche Grenzen überschreitet, seine ihm von Gott mitgegebenen Fähigkeiten) vergeudet, unablässig argwöhnisch ist (ohne dafür einen guten Grund zu haben) -

35. Diejenigen, die sich über Gottes Zeichen und Offenbarungen streiten, ohne dass sie irgendeine Ermächtigung erreicht hätte. Es ist abscheulich und hassenswert vor Gottes Angesicht und vor denen, die glauben. Auf diese Weise versiegelt Gott das Herz jedes hochmütigen Tyrannen.“

36. Der Pharao sagte: „O Haman! Errichte für mich einen hohen Turm, damit ich eine Annäherungsmöglichkeit bekomme,

37. Eine Annäherungsmöglichkeit (um) in die Himmel (hineinzuspähen), damit ich einen Blick auf den Gott von Moses werfen kann, obwohl ich ganz sicher bin, dass er ein Lügner ist.“ So erschienen dem Pharao seine üblen Taten anziehend, und der (rechte) Weg war ihm versperrt. Doch Pharaos heimtückischer Plan führte nur ins Verderben.

38. Und derjenige, der gläubig war, sagte (indem er seine Warnungen fortsetzte): „O mein Volk! Folgt mir, damit ich euch auf den Weg der Rechtschaffenheit führe.

39. O mein Volk! Das Leben dieser Welt ist nichts weiter als ein (vorübergehendes) Vergnügen, doch das Jenseits - das ist fürwahr die Heimstatt der Beständigkeit.

40. Wer immer etwas Übles tut, dem wird nur mit Gleichem vergolten; wer jedoch etwas Gutes tut, rechtschaffene Taten - sei es ein Mann oder eine Frau - und gläubig ist, die werden ins Paradies eingehen, wo sie versorgt werden, ohne dass darüber Rechnung geführt wird.

41. O mein Volk! Wie ist es mit mir, dass ich euch zur Errettung aufrufe, während ihr mich zum Feuer aufruft?

42. Ihr ruft mich dazu auf, dass ich nicht an Gott glauben und Ihm Teilhaber zur Seite stellen soll, über deren Teilhaberschaft ich keinerlei gesichertes Wissen besitze; und ich rufe euch auf zu dem Ruhmreichen von unwiderstehlicher Macht (der sehr wohl imstande ist, den ins Verderben zu stürzen, der sich gegen Ihn auflehnt), dem Vergebenden (der all denjenigen vergibt, die sich Ihm in Reue zuwenden).

43. Zweifelsohne ruft ihr mich nur zu dem auf, der keinen Anspruch (darauf) hat (angerufen zu werden) in dieser Welt oder im Jenseits; unsere Rückkehr wird zu Gott sein, und diejenigen, die (indem sie jegliche Grenzen überschreiten, ihre ihnen von Gott mitgegebenen Fähigkeiten) vergeuden - sie werden Gefährten des Feuers sein.

44. Ganz bald schon werdet ihr euch an das erinnern, was ich gerade sagte. Was mich angeht, so stelle ich meine Sache Gott (in vollkommener Ergebenheit) anheim. Wahrlich, Gott sieht die Diener sehr wohl.“

45. Da bewahrte Gott ihn vor den heimtückischen Plänen, die sie (gegen ihn) schmiedeten), während eine äußerst schlimme Strafe die Sippschaft des Pharaos (seinen Hof und die militärischen Würdenträger) erfasste:

46. Das Feuer: Sie sind ihm am Morgen und am Abend ausgesetzt; und wenn die „Stunde“ kommt (und das Gericht abgehalten wird, dann ergeht der Befehl):„Lasst über die Sippschaft des Pharaos die strengste Strafe hereinbrechen.“

47. Seht nur, wie sie miteinander im Feuer streiten werden; die Schwachen (jene, die blindlings den Anführern in den Unglauben folgten) werden zu denen, die hochmütig handelten und (die anderen) unterdrückten, sagen: „Wir sind fürwahr eure Anhänger gewesen; könnt ihr uns nun also (wenigstens) einen Teil des Feuers abnehmen?“

48. Diejenigen, die hochmütig waren (und andere unterdrückten), werden sagen: „Wir sind alle zusammen in diesem (Feuer)! Gott hat fürwahr zwischen den Dienern entschieden (und alle sind nun einer Abrechnung ausgesetzt und erhalten, was sie gerechterweise verdienen).“

49. Diejenigen, die im Feuer sind, werden zu den Hütern der Hölle sagen: „Ruft euren Herrn an, dass Er uns die Strafe (wenigstens) für einen Tag erleichtere.“

50. (Die Hüter) werden sagen: „Sind nicht die zu euch geschickten Gesandten mit eindeutigen Beweisen (der Wahrheit) zu euch gekommen?“ Sie werden sagen: „Doch, fürwahr.“ (Dann werden die Hüter) sagen: „Dann ruft (soviel ihr wollt)!“ Doch der Ruf der Ungläubigen ist ganz bestimmt vergeblich.

51. Wir helfen ganz gewiss unseren Gesandten und jenen, die gläubig sind, im Leben dieser Welt und an dem Tag, wenn die Zeugen aufgerufen werden (um Zeugnis darüber abzulegen, wie die Menschen die Gesandten aufgenommen haben) -

52. Der Tag, an dem denen, die Unrecht getan haben, ihre Rechtfertigungen nichts nützen werden und ein Fluch auf ihnen lastet (sie werden auf ewig aus Gottes Barmherzigkeit ausgeschlossen), und ihnen ist eine schlimme Wohnstatt bestimmt.

53. Wir haben Moses ganz gewiss die Rechtleitung zuteil werden lassen, und Wir machten die Kinder Israels zu Erben des Buches (nach Moses),

54. Als Rechtleitung (der alle zu ihren Lebzeiten folgen sollten) und als Erinnerung (mit Unterweisung und Ermahnung) für die Menschen mit Einsicht (unter ihnen).

55. Darum sei geduldig (o Gesandter, mit allem, was auch immer sie tun), denn fürwahr, Gottes Versprechen (dass Er seinen Gesandten und den Gläubigen stets zu Hilfe kommt) ist wahr; und bitte um Vergebung für deine Versehen, und preise deinen Herrn mit Seinem Lob in den Nachmittags- und Morgenstunden.

56. Diejenigen, die streiten über die Zeichen und Offenbarungen Gottes, ohne dass sie eine Ermächtigung dafür erreicht hätte, (tun dies, weil) sie sich in ihren Brüsten Überlegenheit ersehnen, die sie jedoch niemals erreichen werden. Doch suche Zuflucht bei Gott (vor ihren heimtückischen Plänen). Wahrlich, Er ist hörend, sehend.

57. Wahrlich, die Erschaffung der Himmel und der Erde ist etwas, das größer ist als die Erschaffung der Menschheit, doch die meisten Menschen wissen nicht (um diese Wahrheit).

58. Nicht gleich sind der Blinde und der Sehende, noch (sind die gleich) die glauben und gut, rechtschaffen handeln, und diejenigen, die Übles tun. Wenig ist es, worüber ihr nachdenkt und wovor ihr euch in Acht nehmt!

59. Die letzte „Stunde“ wird ganz gewiss kommen, darüber gibt es keinen Zweifel. Doch die meisten Menschen glauben nicht.

60. Euer Herr hat gesagt: „Ruft Mich an, (und) Ich werde euch antworten.“ Diejenigen, die zu hochmütig sind, um Mir zu dienen, werden gedemütigt in die Hölle eingehen.

61. Gott ist es, der die Nacht für euch gemacht hat, damit ihr darin Ruhe findet, und den Tag, hell und klar zum Sehen (damit ihr eurer Arbeit nachgehen könnt). Wahrlich, Gott ist voll der Gnade und Güte gegen die Menschen, doch die meisten von ihnen wissen keinen Dank.

62. Das ist Gott, euer Herr (der euch erschafft, unterhält und versorgt), der Schöpfer aller Dinge. Es gibt keine Gottheit außer Ihm. Wie lasst ihr euch also abwendig machen von der Wahrheit (und nehmt euch falsche Gottheiten zur Anbetung)?

63. So ist es: Jene, die hartnäckig Gottes Zeichen und Offenbarungen leugnen, lassen sich von der Wahrheit abwendig machen.

64. Gott ist es, der für euch die Erde zum feststehenden Ruheplatz und den Himmel wie einen Baldachin gemacht hat und euch gestaltet hat und eure Gestalt vollkommen gemacht hat, und Er versorgt euch mit reinen, bekömmlichen Dingen. Das ist Gott, euer Herr. Segensreich und erhaben ist Gott, der Herr der Welten.

65. Er ist der Lebendige, es gibt keine Gottheit außer Ihm. Ruft Ihn an, aufrichtig in eurem Glauben und indemihr die Religion ausschließlich um Seinetwillen praktiziert. Gelobt sei Gott, der Herr der Welten.

66. Sprich: „Mir ist verboten worden, diejenigen anzubeten, die ihr anstelle von Gott anruft, wo mir doch eindeutige Beweise (für die Wahrheit) von meinem Herrn zuteil geworden sind, und mir ist geboten worden, dass ich mich ganz und gar dem Herrn der Welten hingebe.“

67. Er ist es, der euch aus Erde erschaffen hat, dann aus einem Tropfen (Samen-)flüssigkeit, dann aus einem Gerinnsel, das sich anklammert (an der Gebärmutterwand), dann bringt Er euch (in der Welt) als Kind hervor, dann (sorgt Er dafür, dass) ihr (euer Alter der) Vollkraft erlangt, danach (dass ihr lang genug lebt, um) alt zu werden - obwohl es einige von euch gibt, die abberufen werden, bevor (sie ein hohes Alter erreichen) - und dass ihr die Frist vollendet, die Er für euch festgesetzt hat, damit ihr nachdenken und (die Wahrheit) begreifen möget.

68. Er ist es, der euch Leben gibt und euch sterben lässt; und wenn Er eine Sache beschließt, sagt Er nur zu ihr:„Sei!“, und sie ist.

69. Habt ihr nicht über jene nachgedacht, die über Gottes Zeichen und Offenbarungen streiten, die sich abwendig machen lassen (zu anderen Glaubensvorstellungen)?

70. Sie haben das Buch abgelehnt (den Koran) und was auch immer Wir (an Rechtleitung und Weisheit) durch Unsere Gesandten herabgesandt haben. Doch bald schon werden sie es wissen,

71. Wenn die Ketten um ihre Nacken und Fesseln um ihre Füße gelegt sind. Dann werden sie gezerrt,

72. In das siedende Wasser; daraufhin werden sie im Feuer brennen.

73. Dann wird zu ihnen gesagt werden: „Wo sind diejenigen, die ihr zu Göttern erklärt (oder denen ihr Herrschaft oder völlige Verfügungsgewalt zugeschrieben) habt,

74. Anstelle von Gott? (Wo sind nun jene, deren Hilfe ihr erwartet habt?)“ Sie werden sagen: „Sie haben uns im Stich gelassen - oder vielmehr, wir haben zuvor nicht irgendein (wirkliches) Wesen angebetet (das Teilhabe hatte an Göttlichkeit oder Herrschaft oder völliger Verfügungsgewalt).“ So lässt Gott die Ungläubigen irregehen (jene, die die Wahrheit absichtlich missachten und sich weigern, daran zu glauben).

75. Dies (dass Er euch hat irregehen lassen, und eure Strafe) geschah nur, weil ihr hochmütig frohlocktet auf Erden ohne (ein Gefühl für die Grenzen des) Rechts und weil ihr übermütig wart in eurem Frohlocken.

76. „Tretet also nun ein durch die Tore der Hölle, um dort zu verweilen. Wie schlimm ist fürwahr die Wohnstatt jener, die (zu) hochmütig sind (um die Wahrheit anzuerkennen).“

77. Darum sei geduldig (o Gesandter), denn Gottes Versprechen ist gewiss wahr. Ob Wir dich einiges von dem sehen lassen, was Wir ihnen versprochen haben, oder ob Wir dich sterben lassen (bevor es über sie hereinbricht), zu Uns werden sie ja doch alle zurückkehren.

78. Wahrlich, Wir haben bereits vor dir Gesandte geschickt; unter ihnen sind jene, deren (beispielhafte Berichte) Wir dir schon haben zukommen lassen, und unter ihnen sind auch welche, deren (beispielgebende Geschichten) Wir dir nicht übermittelt haben. Es steht einem Gesandten nicht zu, ein Wunder hervorzubringen, es sei denn mit Gottes Erlaubnis. Dann, wenn Gottes Befehl ergangen ist, wird über sie in Wahrheit und Gerechtigkeit gerichtet werden, und über jene, die Falsches ersonnen haben (die Gott Teilhaber zur Seite stellen und aufs Äußerste bemüht sind, die Wahrheit zu widerlegen),wird Verlust und Verderben hereinbrechen.

79. Gott ist es, der euch das Vieh (dienstbar) gemacht hat, sodass ihr einiges von ihnen zum Reiten benutzt - und aus manchen bezieht ihr Nahrung.

80. Und ihr habt (viel anderen) Nutzen aus ihnen - sodass ihr durch sie so manches Herzensbedürfnis befriedigen könnt und von ihnen (über Land) getragen werdet, geradeso wie in Schiffen (auf dem Wasser).

81. Er zeigt euch Seine Zeichen (sodass ihr sie mit euren Sinnen und eurem Verstand wahrnehmen könnt. Welches der Zeichen Gottes wollt ihr also leugnen?

82. Sind sie nicht auf Erden umhergereist, sodass sie sehen konnten, wie das Ende für jene vor ihnen war (die sich hartnäckig weigerten, an Unsere Zeichen zu glauben)? Sie waren zahlreicher als diese und besaßen mehr Macht als sie und (hinterließen dauerhaftere) Spuren im Land als sie, doch alles, was sie erworben hatten, nützte ihnen gar nichts (angesichts von Gottes Missfallen).

83. Als ihre Gesandten mit den eindeutigen Wahrheiten zu ihnen kamen, entschieden sie sich dafür, in Vergnügungssucht und Stolz an dem (engstirnigen, oberflächlichen) Wissen festzuhalten, das sie (über das Leben in dieser Welt und die Möglichkeiten besaßen, sich daran zu erfreuen); und das, worüber sie sich lustig zu machen pflegten (Gottes versprochene Strafe), überwältigte sie.

84. Als sie dann Unsere gewaltige Strafe erblickten, riefen sie aus: „Jetzt glauben wir an Gott als den Einen und lehnen alles ab, was wir (Ihm) zur Seite zu stellen pflegten!“

85. Doch ihr Glaube, als sie Unsere gewaltige Strafe tatsächlich sahen, konnte ihnen nicht das Geringste mehr nützen: (Das ist) Gottes Vorgehensweise (wie Er mit den Menschen verfährt, eine Vorgehensweise), die ständig beibehalten wurde (im Umgang mit) Seinen Dienern. Und so haben die Ungläubigen allesamt verloren.

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