AZ-ZUMAR

Sure 39

DIE SCHAREN

offenbart in Mekka

Offenbart in der mittelmekkanischen Zeit, als die Verfolgungen der Gläubigen immer heftiger wurden, bezieht diese Sure von 75 Versen ihren Namen aus dem Wortzumar(Scharen), das in den Versen 71 und 73 erscheint. Sie präsentiert uns Zeichen für Gottes Einheit in der Welt der Natur und betont, wie absurd es ist, Ihm Teilhaber zur Seite zu stellen.

Auch macht die Sure deutlich, dass für gläubige Menschen, die in ihrer Heimat Gott nur unter großen Schwierigkeiten anbeten können, die Möglichkeit besteht zu emigrieren. Sie unterstreicht, dass es zwischen dem Lager derer, die an die Einheit Gottes glauben, und dem Lager derer, die Ihm Teilhaber zur Seite stellen, immer Differenzen geben wird. Darüber hinaus erinnert sie uns an die Welt des Jenseits, in der die Menschen das Resultat ihres Handelns auf Erden sehen werden.

IM NAMEN GOTTES, DES ERBARMERS, DES BARMHERZIGEN!

1. (Dies ist) das Buch, das in Abschnitten von Gott, dem Ruhmreichen von unwiderstehlicher Macht, dem Weisen, herabgesandt wird.

2. Wir haben dir das Buch mit der Wahrheit herabgesandt (das Buch, das diese Wahrheit verkörpert und nichts Falsches in sich birgt), darum bete Gott an, aufrichtig in deinem Glauben an Ihn, und praktiziere die Religion einzig und allein um Seinetwillen.

3. Hütet euch! Es ist Gott allein, dem aller aufrichtige Glaube, alle Anbetung und jeglicher Gehorsam gebührt. Doch diejenigen, die sich anstelle von Ihm andere (Engel, Dschinn oder Menschen) zu Beschützern und Vertrauten nehmen (um ihnen ihre Angelegenheiten anzuvertrauen), sagen: „Wir beten sie aus keinem anderen Grund an als dem, dass sie uns Gott näherbringen mögen.“ Gott wird zwischen ihnen entscheiden (zwischen denen, die einzig und allein Gott anbeten und Ihm gehorchen, und jenen, die Ihm Teilhaber zur Seite stellen) über all das, worüber sie uneinig sind. Gott leitet niemanden recht, der ein unverbesserlicher Lügner und undankbar ist.

4. Wenn Gott Sich ein Kind hätte nehmen wollen, dann hätte Er fürwahr auswählen können, wen immer Er wollte aus denen, die Er erschaffen hat. Hoch gepriesen ist Er (denn Er ist erhaben darüber, irgendwelche Kinder zu haben). Er ist Gott, der Eine, der allmächtige Bezwinger (der vollkommene Verfügungsgewalt hat über alles, was existiert).

5. Er hat die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen (voll der Bedeutung und zu einem bestimmten Zweck sowie auf der festen Grundlage der Wahrheit). Er faltet die Nacht über den Tag und faltet den Tag über die Nacht (bis eines das andere vollständig bedeckt). Und Er hat die Sonne und den Mond (Seinem Befehl) dienstbar gemacht, jedes zieht seine Bahn bis zu einer (von Ihm) festgesetzten Frist. Seid achtsam! Er ist der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht (imstande, die zu bestrafen, die sich Ihm widersetzen), der Vergebende (der denen vergibt, die sich Ihm in Reue zuwenden).

6. Er hat euch aus einem einzigen menschlichen Wesen erschaffen, und dann hat Er aus ihm seine Gattin gemacht, und Er hat euch acht Haustiere in Paaren herabgesandt. Er erschafft euch in den Schößen eurer Mütter, ein Akt und eine Phase der Schöpfung nach der anderen, in drei Schleiern der Finsternis. Das ist Gott, euer wahrer Herr (der euch erschafft und versorgt): Ihm gehört die Herrschaft (die vollständige Eignerschaft und Verfügungsgewalt über alles). Es gibt keine Gottheit außer Ihm. Wie also lasst ihr euch hinwenden (zu unterschiedlichen Glaubensformen)?

7. Wenn ihr (voll der Undankbarkeit) nicht an Ihn glaubt, so ist Gott doch wahrlich völlig unabhängig von euch. Er hat kein Wohlgefallen am Undank und Unglauben Seiner Diener; seid ihr jedoch dankbar (und glaubt), dann hat Er deshalb Wohlgefallen an euch. Und keine Last tragende Seele trägt die Last einer anderen (oder muss sie tragen). Dann ist zu eurem Herrn euer aller Rückkehr, und Er wird euch alles verstehen lassen, was ihr zu tun pflegtet (und euch zur Rechenschaft ziehen). Wahrlich, Er hat volles Wissen um das, was in den Brüsten verborgen ist.

8. Wenn eine Heimsuchung über den Menschen kommt, dann ruft er seinen Herrn an, indem er sich (voll Bedauern) Ihm zuwendet; dann, wenn Er ihm Seine Gnadenbeweise zukommen lässt, vergisst er, worum er zuvor gebetet hatte, und setzt Gott Nebenbuhler zur Seite, sodass er (selbst irregeht und andere) irreführt hinweg von Seinem Weg. Sage zu so jemandem: „Erfreue dich in deinem Unglauben des Lebens auf eine Weile! Doch gehörst du ganz gewiss zu den Bewohnern des Feuers.“

9. Ist der, der Gott in Demut zu Zeiten der Nacht anbetet, indem er sich niederwirft und steht, der das Jenseits fürchtet und auf die Barmherzigkeit seines Herrn hofft (jenem anderen gleichzusetzen)? Sprich: „Sind etwa diese einander gleich, jene, die wissen, und die, die nicht wissen?“ Doch nur Menschen mit Einsichtsvermögen denken nach (über den Unterschied zwischen Wissen und Unwissenheit, und Gehorsam gegen Gott und Ungehorsam) und sind achtsam.

10. Sprich (indem du Mich zitierst:) „O Meine Diener, die ihr glaubt! Hütet euch vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm und in Frömmigkeit. Für diejenigen, die danach streben, Gutes zu tun, und sich bewusst sind, dass Gott sie sieht, ist Gutes bestimmt (in Form von Belohnung). Und Gottes Erde ist weit (sodass Anbetung möglich ist). Diejenigen, die geduldig sind (indem sie im Unglück Standhaftigkeit aufbringen, Gott anbeten und sich von Sünden fernhalten), werden ganz bestimmt ihren Lohn bekommen ohne Berechnung.“

11. Sprich: „Mir ist geboten worden, Gott anzubeten, aufrichtig im Glauben an Ihn, und die Religion zu praktizieren ausschließlich um Seinetwillen.

12. Und mir ist aufgetragen worden, der Erste und Vorderste zu sein, der Muslim ist (im Glauben und in der Ergebung in das, was euch zu überbringen mir geboten wurde).“

13. Sprich: „Ich fürchte, wenn ich meinem Herrn ungehorsam wäre, die Strafe eines beängstigenden Tages.“

14. Sprich: „Ich bete Gott an, aufrichtig in meinem Glauben an Ihn und darin, die Religion ausschließlich um Seinetwillen zu praktizieren.

15. (Was die unter euch angeht, die meinen Aufruf ablehnen) so betet an, was immer ihr wollt, anstelle von Ihm (vor den Folgen wurdet ihr bereits gewarnt)!“ Sprich: „Die Verlierer sind fürwahr jene, die sich selbst und ihre Angehörigen am Tag der Auferstehung ins Verderben stürzen.“ Hütet euch! Das ist wahrlich der offenkundige Verlust.

16. Sie werden dunkle Schichten von Feuer über sich und dunkle Schichten unter sich haben. Auf diese Weise warnt Gott Seine Diener. O Meine Diener, hütet euch vor Ungehorsam gegen Mich in Ehrfurcht vor Mir und in Frömmigkeit (und verdient euch dadurch Meinen Schutz davor).

17. Was die angeht, die sich von falschen Gottheiten und Mächten des Bösen fernhalten (die im Widerspruch zu Gott stehende Glaubensvorstellungen und Gebote einführen) - sich fernhalten von deren Anbetung - und sich Gott in Reue zuwenden, für sie ist frohe Botschaft. Verkünde also Meinen Dienern frohe Botschaft,

18. Die, wenn sie eine Rede hören, dem Besten davon folgen (auf die bestmögliche Weise, und auch dann noch nach immer Besserem und Gradlinigerem streben). Das sind diejenigen, die Gott rechtgeleitet hat, und das sind Menschen mit Einsicht.

19. Ist derjenige, gegen den sich (Gottes) Wort der Bestrafung als gerechtfertigt erwiesen hat und zur Durchführung gelangte (dem gleichzusetzen, der mit dem Paradies belohnt werden wird)? Kannst du also jemanden retten, der im Feuer ist?

20. Doch diejenigen die sich hüten vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm und in Frömmigkeit, für sie sind hohe, aufragende Wohnstätten, eine über der anderen gebaut, unter denen Ströme fließen. (Das ist) Gottes Versprechen. Gott versäumt es nie, Sein Versprechen zu halten.

21. Hast du nicht darüber nachgedacht, dass Gott Wasser vom Himmel hernieder sendet und es zu Quellen in der Erde leitet, aus denen es fließt; dann lässt Er dadurch Pflanzen von verschiedenen Farben wachsen; dann welken sie dahin, sodass du sie gelb werden siehst; dann lässt Er sie zerfallen und dahinschwinden. Darin ist gewiss eine Ermahnung für Menschen mit Einsicht.

22. Ist der (der Lehren zieht aus Gottes Vorgehensweise im Universum und) dessen Brust Gott (dadurch) geweitet hat für den Islam, sodass er dem Licht seines Herrn folgt (ist so jemand gleichzusetzen mit dem, dessen Herz verschlossen ist gegen jegliches Gedenken an Gott und folglich auch an den Islam)? Wehe also jenen, deren Herzen verhärtet sind gegen das Gedenken Gottes (und die nichts lernen aus Seinen Zeichen und Offenbarungen)! Das sind diejenigen, die sich in offenkundigem Irrtum befinden.

23. Gott schickt die besten Worte in Abschnitten herab als ein Buch, das in sich selbst stimmig ist und dessen Aussagen sich gegenseitig bestätigen, erläutern und aufeinander beziehen. Die Haut derjenigen, die von Ehrfurcht für ihren Herrn erfüllt sind, bebt (wenn sie) dies (hören und verstehen). Dann finden ihre Haut und ihr Herz Ruhe im Gedenken an Gott (mit Hilfe des Korans). Das ist Gottes Rechtleitung, durch die Er leitet, wen immer Er will. Und wen immer Gott irregehen lässt, für den gibt es keinen, der ihn leiten könnte.

24. Ist der, (der auf seinem Gesicht ins Feuer geworfen wird und dessen Hände um seinen Nacken gefesselt sind und) der versucht, sich selbst und sein Gesicht vor der schrecklichen Strafe am Tag der Auferstehung zu bewahren (indem er alles tut, um sich davon fernzuhalten) - (gleichzusetzen mit jemandem, der an diesem Tag sicher ist vor der Strafe)? Zu denen, die Unrecht getan haben, wird gesagt: „Kostet (an diesem Tag), was ihr zu erwerben pflegtet (in dieser Welt)!“

25. Jene, die vor ihnen waren, lehnten (die Offenbarung) ab, und so erfasste sie die Strafe, ohne dass sie wahrnahmen, von wo sie über sie kam.

26. So ließ Gott sie Schande im Leben dieser Welt kosten, doch die Strafe des Jenseits ist noch größer. Wenn sie es nur gewusst hätten!

27. Wahrlich, Wir haben für die Menschen in diesem Koran allerlei Gleichnisse geprägt und Vergleiche angestellt, damit sie nachdenken und sich in Acht nehmen.

28. Es ist ein Koran in Arabisch, in dem es nichts Krummes gibt (ohne jeglichen Widerspruch, und nichts, was der Wahrheit und Aufrichtigkeit und dem Verstand entgegensteht), damit sie sich hüten mögen vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm und in Frömmigkeit (um Seinen Schutz zu verdienen).

29. Gott prägt ein Gleichnis: Ein Mann, der im Dienst von mehreren Herren steht, die ständig miteinander streiten, und ein anderer Mann, der nur im Dienst von einem Herrn steht - sind die beiden einander ebenbürtig im Gleichnis? Aller Lobpreis und Dank gehören Gott (dem einzigen Herrn und Beherrscher der Schöpfung). Doch die meisten Menschen haben kein Wissen (um die Bedeutung dieser Wahrheit).

30. Du wirst fürwahr (eines Tages) sterben, und gewiss werden (auch) sie sterben.

31. Dann, am Tag der Auferstehung, werdet ihr in der Gegenwart eures Herrn stehen als Widersacher.

32. Wer tut mehr Unrecht als der, der etwas Falsches gegen Gott ersinnt und die Wahrheit ablehnt, wenn sie zu ihm kommt? Gibt es in der Hölle nicht einen Aufenthaltsort für die Ungläubigen?!

33. Was den angeht, der mit der Wahrheit gekommen ist, und den, der sie bestätigt hat, das sind die Gottesfürchtigen, Frommen.

34. Für sie ist, was immer sie sich wünschen, in der Gegenwart ihres Herrn. Das ist die Vergeltung für diejenigen, die danach streben, Gutes zu tun, und sich bewusst sind, dass Gott sie sieht.

35. Denn Gott wird (sogar) das Schlimmste, was sie einst getan haben, von ihnen hinwegnehmen und ihnen ihren Lohn entsprechend dem Besten, was sie zu tun pflegten, zuteil werden lassen.

36. Genügt Gott nicht für Seine Diener? Und doch versuchen sie, dir Angst einzujagen vor denen (die sie zu Göttern erklären und anbeten) anstelle von Gott. Wen immer Gott irregehen lässt, für den gibt es niemanden, der ihn rechtleiten könnte.

37. Und wen immer Gott rechtleitet, den kann niemand irreführen. Ist Gott nicht der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht, im Stande zu vergelten?

38. Fürwahr, wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde erschaffen hat, werden sie gewiss sagen: „Gott“. Sprich: „Habt ihr also je darüber nachgedacht, was ihr da anstelle von Gott anbetet? Wenn Gott will, dass mir ein Unglück widerfährt, sind sie es dann, die Seinen Schaden (von mir) abwenden können, oder wenn Er mir Barmherzigkeit zukommen lassen will, sind sie es dann, die sie fernhalten können?“ Sprich: „Gott genügt mir. In Ihn setzen diejenigen, die vertrauen (und den Wert und die Bedeutung zu schätzen wissen, Vertrauen haben zu können), ihr Vertrauen.“

39. Sprich: „O mein Volk! Handelt nach eurem Vermögen, wahrlich, (auch) ich handele (so wie meine Aufgabe es von mir verlangt). Bald schon werdet ihr wissen,

40. Wer diejenigen sind, über die (in dieser Welt) eine Strafe kommen wird, die sie in Schande stürzt, und wen die bleibende Strafe (im Jenseits) erfassen wird.“

41. Wahrlich, Wir haben dir das Buch mit der Wahrheit für die Menschen herabgesandt (das Buch, das die Wahrheit verkörpert, ohne jegliches Falsche darin). Wer immer sich also dafür entscheidet, den rechten Weg einzuschlagen, so ist es zum Nutzen seiner eigenen Seele; und wer immer sich dafür entscheidet irrezugehen, geht nur zu seinem eigenen Schaden irre. Du bist nicht als Wächter über sie eingesetzt (um ihre Verantwortung für das Einschlagen des rechten Weges zu übernehmen).

42. Gott nimmt den Geist (den Er dem Menschen eingehaucht hat) zur Zeit des Todes (der Seele) und während des Schlafs den (Geist jener), die nicht gestorben sind, hinweg. Dann hält Er den Geist jener, für die Er den Tod bestimmt hat, zurück, und den der Übrigen schickt Er wieder (in ihre Körper, damit sie weiterleben) bis zu einem von Ihm festgesetzten Zeitpunkt. Wahrlich, darin sind Zeichen (wichtige Lehren) für Menschen, die nachdenken und sich in Acht nehmen.

43. Wie! Haben sie sich (ohne zu begreifen, dass Gott der einzige Herrscher über das Universum ist und nichts und niemanden braucht) anstelle von Ihm Fürsprecher genommen (von denen sie annehmen, dass diese imstande seien, für ihre Seelen ein gutes Wort einzulegen oder sich sogar am Lauf des Universums zu beteiligen)? Sprich: „Warum - wo sie doch weder Anteil an der Beherrschung von irgendetwas haben noch (wie Götzen) eine Spur von Verstand?“

44. Sprich: „Gott allein besitzt alle Befugnis, vermittelnd einzugreifen (unabhängig davon, ob Er irgendjemandem die Erlaubnis erteilt, Fürsprache bei Ihm einzulegen oder nicht). Ihm allein gehört die Herrschaftsgewalt über die Himmel und die Erde. Dann werdet ihr zu Ihm zurückgebracht.“

45. Wenn Gott als der Eine (und Einzige Gott) erwähnt wird, dann schrecken die Herzen derjenigen, die nicht an das Jenseits glauben, in Widerwillen zurück; werden aber diejenigen erwähnt (die sie) anstelle von Ihm (anbeten), dann sind sie gewiss hoch erfreut.

46. Sprich: „O Gott, Schöpfer der Himmel und der Erde, Kenner des Verborgenen (all dessen, was jenseits der Sinneswahrnehmung liegt) und des Sichtbaren (im Bereich der Sinne): Du bist es, der entscheiden wird zwischen Deinen Dienern über das, worüber sie uneinig sind.

47. Selbst wenn die, die das größte Unrecht begehen (indem sie Gott Teilhaber zur Seite stellen und sich weigern, an das Jenseits zu glauben), all das besitzen könnten, was auf Erden ist, und noch einmal soviel dazu, dann würden sie es ganz gewiss als Lösegeld anbieten, um der Strafe am Tag der Auferstehung zu entkommen. Ihnen wird von Gott etwas gezeigt, womit sie niemals gerechnet hatten.

48. Die bösen Taten, die sie (sich auf ihrer Abrechnung) erworben haben, werden ihnen bewusst werden, und das, worüber sie zu spotten pflegten (Gottes versprochene Strafe), wird sie überwältigen.

49. Wenn den Menschen ein Unglück trifft, dann ruft er Uns an (dass Wir ihn erretten mögen). Haben Wir ihm aber aus reiner Barmherzigkeit eine Gnade von Uns erwiesen, dann sagt er: „Mir ist dies nur aufgrund eines bestimmten Wissens, das ich habe, zuteil geworden.“ Nein, fürwahr. Vielmehr ist diese (Gnade, die dem Menschen erwiesen wurde) eine Prüfung, doch die meisten von ihnen wissen es nicht.

50. Diejenigen, die vor ihnen lebten (und dieselbe Einstellung hatten und demselben Weg gefolgt sind), sagten das (ebenfalls); doch alles, was sie (in dieser Welt) erreichten, nützt ihnen gar nichts.

51. Und die üblen Folgen dessen, was sie erworben hatten, fielen auf sie zurück. Geradeso werden die üblen Folgen dessen, was sie erworben haben, auf jene (neuen Generationen) zurückfallen, die Unrecht tun. Und sie werden niemals imstande sein, (Unseren Willen) zu vereiteln.

52. Wissen sie denn immer noch nicht, dass Gott die Versorgung mehrt, für wen Er will, und sie knapp bemisst (für wen Er will)? Wahrlich, darin sind Zeichen (für die eindeutige Wahrheit) für Menschen, die bereit sind zu glauben und deren Glaube sich ständig vertieft.

53. Sprich: „(Gott gibt euch Hoffnung): ‘O Meine Diener, die ihr (eure euch von Gott gewährten Möglichkeiten und Fähigkeiten) vergeudet habt, (dem Wohl) eurer eigenen Seelen zum Trotz! Verzweifelt nicht an Gottes Barmherzigkeit. Wahrlich, Gott vergibt alle Sünden. Er ist fürwahr der Vergebende, der Barmherzige.’“

54. Wendet euch eurem Herrn in Reue zu, und ergebt euch Ihm ganz und gar, bevor die Strafe über euch kommt (wo es dann es zu spät sein wird und ein Bekenntnis zum Glauben euch nichts mehr nützen wird); denn danach wird euch keine Hilfe mehr zuteil.

55. Folgt auf bestmögliche Weise dem, was euch von eurem Herrn herabgesandt worden ist, bevor die Strafe ganz plötzlich über euch alle kommt, ohne dass ihr euch bewusst seid (dass sie kommt);

56. Damit keine Seele sage: „Wehe mir, dass ich versagt habe, meiner Pflicht gegen Gott nachzukommen, und ich gehörte fürwahr zu jenen, die (über die Wahrheit) zu spotten pflegten!“

57. Oder (dass sie) womöglich als ungültige Entschuldigung sagt: „Wenn Gott mich doch nur rechtgeleitet hätte, dann wäre ich gewiss unter den Gottesfürchtigen, Frommen gewesen!“

58. Oder dass sie (gar) sagt, wenn sie die Strafe erblickt: „Wenn ich doch nur eine zweite Möglichkeit hätte (zu leben), damit ich mich unter die einreihen könnte, die danach streben, Gutes zu tun, die sich bewusst sind, dass Gott sie sieht!“

59. (Doch Gott wird antworten:) „Nein, fürwahr! Meine Offenbarungen und Zeichen (der Wahrheit) sind zu dir gekommen, aber du hast sie abgelehnt, und du warst voll Hochmut (nur um sie nicht zu bestätigen), und du hast dich als einer der Ungläubigen erwiesen.“

60. Am Tag der Auferstehung wirst du diejenigen, die Falsches ersonnen und es dann Gott zugeschrieben haben, mit Gesichtern sehen, verfinstert vor Gram und Schande. Gibt es nicht in der Hölle einen Aufenthaltsort für jene, die (zu) hochmütig sind (um zu glauben)!

61. Gott wird die (vor der Hölle) bewahren, die sich hüten vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm und in Frömmigkeit, aufgrund dessen, was sie erreicht haben (indem sie dem Weg Gottes folgten). Übles wird sie niemals berühren, noch werden sie traurig sein.

62. Gott ist der Schöpfer aller Dinge, und Er ist der beschützende Sachwalter (der die Macht hat) über alle Dinge (zu verfügen).

63. Sein sind die Schlüssel (zu den Schätzen) der Himmel und der Erde. Die jedoch, die nicht an Gottes Offenbarungen und Zeichen (der Wahrheit) glauben - das sind diejenigen, die die Verlierer sind.

64. Sprich: „(Da dies die Wahrheit ist) ruft ihr mich da immer noch dazu auf, andere als Gott anzubeten, o ihr Unwissenden?“

65. Es ist dir doch wahrlich offenbart worden, geradeso wie den (Gesandten), die vor dir geschickt wurden: „Solltest du Gott Teilhaber zur Seite stellen, dann werden deine Anstrengungen ganz gewiss vergebens sein, und du wirst dann wahrlich zu den Verlierern gehören.

66. Also bete nur Gott allein an, und sei einer der Dankbaren.“

67. Und sie beurteilen Gott nicht richtig entsprechend dem Recht, das Ihm als Gott zusteht, und (Seine Kraft und Herrschaftsgewalt sind so, dass) die gesamte Erde am Tag der Auferstehung in Seinem Griff sein wird, und die Himmel werden aufgerollt sein in Seiner Rechten. Gepriesen ist Er und vollkommen erhaben über das, was sie Ihm als Teilhaber zur Seite stellen.

68. Es wird in die Posaune gestoßen werden, und alle, die in den Himmeln und alle, die auf Erden sind, werden tot niederfallen, außer denen, die Gott davon ausnehmen will. Dann wird zum zweiten Mal in sie gestoßen werden, und siehe, sie alle werden aufrecht dastehen (voll Erwartung).

69. Und die Erde (in ihrem veränderten Zustand) wird leuchten und weithin deutlich sichtbar sein durch das Licht ihres Herrn, und die Niederschrift (über die Taten der mit Verantwortungsbewusstsein und einem freien Willen ausgestatteten Lebewesen) wird offengelegt werden, und die Propheten und Zeugen werden herbeigebracht werden, und zwischen ihnen (den Lebewesen mit einem Bewusstsein, die Verantwortung tragen) wird in Wahrheit geurteilt werden (über das, worüber sie uneins zu sein pflegten), und ihnen wird kein Unrecht geschehen.

70. Und jeder Seele wird voll vergolten werden, was immer sie (an Gutem oder Bösem in dieser Welt) getan hat; und fürwahr, Er weiß am besten um das, was sie tun.

71. Diejenigen, die nicht glauben (und als Ungläubige sterben), werden in Scharen zur Hölle getrieben. Wenn sie schließlich dort ankommen, werden ihre Tore sogleich geöffnet werden und ihre Hüter werden sie fragen: „Sind denn keine Gesandten aus euren Reihen zu euch gekommen, die euch die Offenbarungen eures Herrn vortrugen und euch vor diesem Tag warnten, den ihr würdet erfahren müssen?“ Sie werden antworten: „O ja, tatsächlich!“ Doch das Wort der Bestrafung (Gottes) für die Ungläubigen hat sich bewahrheitet.

72. Zu ihnen wir gesagt: „Tretet ein durch die Tore der Hölle, um darin zu bleiben.“ Was für eine üble Wohnstätte für jene, die (zu) hochmütig waren (um zu glauben).

73. Diejenigen, die sich hüten vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm und in Frömmigkeit, werden in Scharen zum Paradies geleitet werden. Wenn sie schließlich dort ankommen, werden die Tore geöffnet werden (als Akt reiner Gnade von Gott), und seine Hüter werden sie mit den Worten willkommen heißen: „Friede sei mit euch! Gut habt ihr es gemacht, und so seid ihr gereinigt (von den hässlichen Überresten der Sünde und befreit von jeglichem Leid), darum tretet ein (ins Paradies), um dort zu bleiben!“

74. Und sie sagen: „Alles Lob und aller Dank gebühren Gott, der Sein Versprechen an uns eingehalten hat und uns zu Erben dieses Reichs (der Glückseligkeit) gemacht hat, sodass wir im Paradies weilen, so wie es uns gefällt!“ Wie vorzüglich ist also der Lohn für die, die (gute Taten in Gehorsam und Hingabe an Gott) vollbringen!

75. Und du (o Gesandter) wirst die Engel sehen, wie sie den Erhabenen Thron (Gottes) umgeben und dabei ihren Herrn mit Seinem Lob preisen. Zwischen ihnen wurde in Wahrheit und Gerechtigkeit gerichtet, und es wird (von allen Menschen im Paradies) gesagt werden: „Alles Lob und aller Dank gebühren Gott, dem Herrn der Welten!“

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