AS-SADSCHDA

Sure 32

DIE NIEDERWERFUNG

offenbart in Mekka

In Vers 15 dieser aus 30 Versen bestehenden in Mekka offenbarten Sure heißt es, dass sich gläubige Menschen niederwerfen, wenn die Offenbarungen vor ihnen rezitiert werden. Daraus bezieht die Sure ihren Namen. Zunächst wird darauf hingewiesen, dass der Koran seinen Ursprung in Gott hat, dann wird die Erschaffung des Menschen erwähnt, um überzuleiten auf die zweite Schöpfung in der Welt des Jenseits.

Ein Thema ist auch das Ende der Menschen - sowohl jener, die an Gottes Zeichen und Seine Offenbarungen glauben, als auch jener, die nicht daran glauben. Ferner wird berichtet, wie die Kinder Israels rechtgeleitet wurden durch ein ähnliches Buch Gottes, das dem Propheten Moses – Friede sei mit ihm – anvertraut worden ist. Die Sure endet mit der Verkündung einer frohen Botschaft an die Gläubigen über den Lohn, der sie im Jenseits erwartet.

IM NAMEN GOTTES, DES ERBARMERS, DES BARMHERZIGEN!

1.Alif. Lām. Mīm.

2. (Dies ist) das Buch, das - daran gibt es überhaupt keinen Zweifel - in Abschnitten herabgesandt worden ist vom Herrn der Welten.

3. Oder sagen sie: „Er (Muhammad) hat ihn ersonnen?“ Nein, vielmehr ist es die Wahrheit von deinem Herrn, damit du ein Volk warnst, zu dem vor dir kein Warner gekommen ist (während eines langen Zeitraums, in dessen Verlauf kein Gesandter erschienen ist), damit sie rechtgeleitet werden mögen (um den geraden Weg zu finden und ihm zu folgen).

4. Es ist Gott, der die Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist in sechs Tagen erschaffen hat; dann ließ Er Sich auf dem Erhabenen Thron nieder. Ihr habt außer Ihm weder einen Beschützer (an den ihr euch wenden könntet, um die letztendliche Bedeutung eurer Angelegenheiten und die sich daraus ergebenden Folgen zu erfahren) noch einen Fürsprecher (der ohne Seine Zustimmung bewirken könnte, dass euch etwas von Nutzen erreicht). Wollt ihr also nicht nachsinnen und achtsam sein?

5. Er lenkt die Angelegenheit vom Himmel bis zur Erde; dann steigt die Angelegenheit zu Ihm hinauf in einem Tag, dessen Dauer nach eurer Zeitrechnung tausend Jahre beträgt.

6. Dies ist Er, der Kenner des Verborgenen und des Offenkundigen (all dessen, was in den verborgenen Sphären und jenseits davon liegt und was sich im Wahrnehmungsbereich jeglicher erschaffener Wesen befindet), der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht, der Barmherzige:

7. Er, der alle Dinge, die Er erschaffen hat, auf beste Weise gemacht hat; und der die Erschaffung des Menschen aus Lehm begonnen hat.

8. Dann machte Er seine Nachkommen aus dem Auszug einer einfachen Flüssigkeit.

9. Dann formte Er ihn in entsprechendem Ebenmaß und hauchte ihm von Seinem Geist ein; und Er hat für euch (die Fähigkeit des) Gehörs, des Augenlichts und des Herzens (zum Zweck des Verstehens, Fühlens und der Einsicht) bestimmt. Wenig ist, was ihr an Dankbarkeit zeigt!

10. Doch sie sagen: „Was! Wenn wir (tot und) in der Erde verschwunden sind, sollen wir dann erneut erschaffen werden?“ Nein (sie halten es nicht wirklich für unmöglich, erneut erschaffen zu werden; vielmehr) glauben sie nicht an die Begegnung mit ihrem Herrn.

11. Sprich: „Der Todesengel, der damit beauftragt ist, eure Seelen hinwegzunehmen, wird eure Seelen hinwegnehmen; dann werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht.“

12. Wenn du nur sehen könntest, wie die ungläubigen Sünder ihre Köpfe hängen lassen vor ihrem Herrn (indem sie flehentlich bitten): „Unser Herr! Jetzt haben wir (die Wahrheit) gesehen und gehört (und sind bereit, gehorsam zu sein). So bringe uns (in diese Welt) zurück: Wir werden ganz gewiss gut, rechtschaffen handeln. Denn jetzt sind wir uns (der Wahrheit) ganz gewiss.“

13. (Das ist jedoch nichts weiter als Wunschdenken.) Wenn Wir es so gewollt hätten, hätten Wir jeder Seele ihre Rechtleitung gewährt (den Weg zur Errettung, der ihr angemessen ist); doch (viele haben sich für den Unglauben entschieden, und) das Wort von Mir soll sich als wahr erweisen, nämlich dass Ich ganz gewiss die Hölle mit den Dschinn und Menschen allesamt füllen würde.

14. „Darum (ihr, die ihr euch bereitwillig für den Weg des Unglaubens in dieser Welt entschieden habt und ihm gefolgt seid, obwohl Wir euch gewarnt hatten) kostet nun die Strafe, weil ihr in Vergesslichkeit und Unachtsamkeit (hinsichtlich des Zusammentreffens) verfallen seid (das Ich) für diesen Tag (mit euch vereinbart hatte). Jetzt vergessen Wir euch und schenken euch keine Beachtung. Kostet also die lang andauernde Bestrafung für das, was ihr zu tun pflegtet.“

15. Nur die glauben (wirklich) an Unsere Zeichen und Offenbarungen, die - wenn sie ihnen (als Rat und Unterweisung) vorgetragen werden - demütig niederfallen, indem sie (mit der Stirn) den Boden berühren und ihren Herrn rühmen mit Seiner Lobpreisung, und die sich nicht hochmütig benehmen.

16. Ihre Seiten meiden die Ruhelager zur Nachtzeit, während sie ihren Herrn anrufen in Furcht (vor Seiner Strafe) und in Hoffnung (auf Seine Vergebung, Gnade und Sein Wohlgefallen), und sie geben von dem, was Wir ihnen gewährt haben (an Vermögen, Wissen, Macht etc.), etwas hin (als Unterhalt für die Bedürftigen und für die Sache Gottes, und zwar einzig und allein um Gottes Wohlgefallen zu erlangen und ohne dadurch anderen irgendwelche Verpflichtungen aufzuerlegen).

17. Keine von den Seelen weiß, was für sie an erfreulichen Glücksgaben verborgen gehalten wird, (ihnen vorbehalten) als Lohn für das, was sie zu tun pflegten.

18. Ist also der, der gläubig ist, so wie der, der Übertretungen begeht? Sie sind nicht gleich.

19. Was jene angeht, die glauben und gut, rechtschaffen handeln, so sind für sie Gärten der Zuflucht und des Aufenthalts (bestimmt) als Willkommen (von Gott, zum Lohn) für das, was sie zu tun pflegten.

20. Was jene angeht, die (die Grenzen, die von Gott für Glauben und Handeln gesetzt sind) überschreiten, deren Zuflucht und Aufenthalt ist das Feuer. Jedes Mal, wenn sie daraus zu entkommen suchen, werden sie dorthin zurückgebracht, und es wird ihnen gesagt: „Kostet die Strafe des Feuers, das ihr zu verwerfen pflegtet.“

21. Doch vor dieser schlimmsten Strafe werden Wir sie ganz gewiss die geringeren Formen der Bestrafung (in dieser Welt) kosten lassen, auf dass sie (Reue empfinden mögen für ihr Verhalten und) umkehren.

22. Wer tut mehr Unrecht als der, der (ständig) an die Offenbarungen und Zeichen seines Herrn erinnert wurde und sich doch in Widerwillen davon abwendet? Wir werden fürwahr Vergeltung üben an den Sündern (die sich darauf verlegt haben, Sünden anzuhäufen).

23. Und Wir haben wahrlich Moses das Buch gegeben (geradeso wie wir dir den Koran herabgesandt haben), deshalb hege keine Zweifel daran, dass er dich erreichen wird (von deinem Herrn, und auch nicht an der letztendlichen Begegnung mit Ihm im Jenseits). Und Wir machten es (das Buch, das Wir Moses gegeben haben) zu einer Rechtleitung für die Kinder Israels.

24. Und solange sie geduldig blieben (angesichts der Unannehmlichkeiten, die ihnen auf dem Pfad Gottes widerfuhren) und an Unseren Offenbarungen in unerschütterlichem Glauben festhielten, beriefen Wir unter ihnen Anführer, die sie nach Unserem Gebot rechtleiteten (in Übereinstimmung mit Unseren Vorschriften).

25. Wahrlich, euer Herr wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen entscheiden über die Dinge, in denen sie (in der Folgezeit) uneinig waren (und über die sie weiterhin streiten).

26. Ist es nicht (ausreichend als) Rechtleitung für sie (die Ungläubigen), wie viele Generationen Wir vor ihnen vernichtet haben, inmitten von deren Wohnstätten sie umherreisen? Darin sind fürwahr Zeichen. Wollen sie immer noch nicht hören (und den Warnungen Beachtung schenken, die unmittelbar offenbart werden, sowie diesen Zeichen)?

27. Haben sie nicht darüber nachgedacht, dass Wir den Regen zu einem ausgetrockneten Land (ohne Pflanzenwuchs) treiben und damit Feldfrüchte hervorbringen, von denen ihr Vieh und sie selbst sich ernähren? Wollen sie immer noch nicht einsichtig sein (was die Wahrheit angeht)?

28. Stattdessen sagen sie (herausfordernd): „Wann wird diese Entscheidung ergehen (die alles in voller Deutlichkeit erscheinen lassen wird), wenn ihr wahrhaftig seid (in euren Drohungen)?“

29. Sprich: „Am Tag des Jüngsten Gerichts (wenn alles in voller Deutlichkeit erscheinen wird), wird denen, die (jetzt) ungläubig sind, ihr Glaube (dann) nichts nützen, und es wird ihnen kein Aufschub gewährt.“

30. So wende dich von ihnen ab (und kümmere dich nicht darum, was sie tun und sagen), und warte (auf die kommende Entscheidung); auch sie warten.

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