ASCH-SCHU‘ARĀ’

 Sure 26

DIE DICHTER

offenbart in Mekka

Diese Sure besteht aus 227 Versen und bezieht ihren Namen von dem Wort schu‘arā’(Dichter) aus Vers 224. Sie weist die Behauptung der Mekkaner zurück, der Gesandte Gottes – Friede sei mit ihm – sei ein Dichter gewesen, und der Koran sei das Werk eines Dichters (die Mekkaner pflegten die Dichter mit den Dschinn in Verbindung zu bringen und sie in eine Reihe mit den Wahrsagern zu stellen).

Die Offenbarung dieser Sure fällt in die Mittelperiode der mekkanischen Zeit, als die Ungläubigen mit aller Macht und unter diversen Vorwänden gegen die Botschaft Gottes intrigierten. Die Sure geht auf diese Vorwände ein und verweist auf die Zeichen für die Wahrheit der Botschaft, welche sich in großer Zahl sowohl im Universum als auch in der Historie der vorangegangenen Gemeinschaften finden.

IM NAMEN GOTTES, DES ERBARMERS, DES BARMHERZIGEN!

1. Tā. Sīn. Mīm.

2. Dies sind die Offenbarungen des Buches, das in sich eindeutig ist und klar die Wahrheit aufzeigt.

3. Womöglich wirst du (o Gesandter) dich noch zu Tode grämen, weil sie sich weigern zu glauben.

4. Wenn Wir wollen, können Wir ein Zeichen (von zwingender Überzeugungskraft) vom Himmel auf sie herabsenden, sodass sie gezwungen sind, ihre Nacken davor (in Demut) zu beugen.

5. Wann immer eine neue Offenbarung vom Erbarmer zu ihnen kommt (um sie zu warnen und aufzuklären), wenden sie sich sogleich in Widerwillen davon ab.

6. So haben sie auch hartnäckig (diese Botschaft) abgelehnt. Doch bald schon wird ihnen zu verstehen gegeben, was es war, worüber sie sich lustig zu machen pflegten.

7. Haben sie denn nicht die Erde betrachtet - wie viele Dinge von jeder edlen Art Wir auf ihr in Paaren haben wachsen lassen?

8. Darin ist fürwahr ein Zeichen, doch die meisten von ihnen glauben es nicht.

9. Und dein Herr ist wahrlich der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht (sehr wohl in der Lage, den zu bestrafen, der sich gegen Seine Herrlichkeit auflehnt), der Barmherzige (insbesondere gegen Seine gläubigen Diener).

10. (Gedenkt der Zeit) als euer Herr Moses (dazu) aufrief: „Gehe zu dem Volk derer, die Unrecht tun,

11. Dem Volk Pharaos. Wollen sie denn nicht aus Ehrfurcht vor Mir ihre Lebensweise aufgeben (und den Weg der Frömmigkeit und Rechtschaffenheit einschlagen)?“

12. Moses antwortete: „Mein Herr! Ich fürchte, dass sie mich zum Lügner erklären werden,

13. Und dass meine Brust beklommen sein wird (sodass es mir nicht gelingt, die notwendige Ausdauer und Nachsicht aufzubringen) und dass meine Zunge nicht frei wird sprechen können (um Deine Botschaft mit der nötigen Redegewandtheit zu überbringen), darum stelle mir Aaron als Gesandten zur Seite.

14. Überdies führen sie eine Schuldklage gegen mich, darum fürchte ich, dass sie mich töten werden (und nicht zulassen werden, dass ich Deine Botschaft überbringe).“

15. (Gott) sagte: „Keineswegs! So geht also beide hin mit Unseren wundersamen Zeichen (die Ich euch mitgegeben habe). Ich werde fürwahr mit euch allen sein (mit euch und ihnen) und aufmerksam hinhören (auf alles, was zwischen euch geschehen wird).

16. Darum geht also nun, ihr beiden, zu Pharao und sagt: ‘Wir sind mit einer Botschaft vom Herrn der Welten gekommen (Ihm, der alles erschaffen hat und versorgt):

17. Lass die Kinder Israels mit uns ziehen!’“

18. (Nachdem Moses seine Botschaft verkündet hatte) sagte (der Pharao): „Haben wir dich nicht unter uns (in unserem Palast) aufgezogen, als du ein Kind warst? Und du hast viele Jahre deines Lebens bei uns verbracht!

19. Und du hast jene abscheuliche Tat verübt, die du begangen hast, (und hast dadurch bewiesen, dass) du wahrlich einer der Undankbaren bist.“

20. (Moses) sagte: „Ich habe diese Tat versehentlich begangen, als ich nicht wusste (dass dies so ausgehen würde, wie es geschah).

21. Dann bin ich vor euch geflohen, als ich Angst davor hatte (noch länger mit euch zusammenzuleben), doch (inzwischen) hat mir mein Herr gesundes, weises Urteilsvermögen gewährt und hat mich zu einem Seiner Gesandten gemacht.

22. Und was die Gnade angeht, mit der du mich verhöhnst: (Sie ist darauf zurückzuführen) dass du die Kinder Israels zu Sklaven gemacht hast.“

23. (Der Pharao) sagte: „Was (und wer) ist das, ‘der Herr der Welten’?“

24. (Moses) antwortete: „Der Herr (Schöpfer, Versorger und einzige Herrscher) über die Himmel und die Erde und alles, was zwischen ihnen ist, wenn ihr (euch doch nur) überzeugen (lassen) wolltet!“

25. (Der Pharao) sagte zu denen, die um ihn waren: „Hört ihr denn nicht (was er da sagt)?“

26. (Moses) fuhr fort: „Euer Herr und der Herr eurer Vorfahren.“

27. (Der Pharao) rief aus: „Seht nur! Dieser euer Gesandter, der zu euch entsandt wurde, ist wahrlich ein Besessener.“

28. Moses sprach weiter: „Er ist der Herr des Ostens und des Westens und all dessen, was zwischen ihnen ist, wenn ihr doch nur nachdenken und begreifen wolltet!“

29. (Der Pharao) drohte: „Wenn du (o Moses) dir irgendeine andere Gottheit als mich nimmst (um ihr zu dienen, sie anzubeten, ihr deine Opfergaben darzubringen und Hilfe von ihr zu erbitten), dann werde ich dich ganz gewiss zu einem der Gefangenen machen.“

30. (Moses) sagte: „Selbst wenn ich dir etwas Offenkundiges bringe (das zeigt, dass ich die Wahrheit spreche)?“

31. (Der Pharao) antwortete: „Dann zeige es her, wenn du wahrhaftig bist (in deiner Behauptung)!“

32. Daraufhin warf Moses seinen Stab nieder, und er war ganz offensichtlich eine Schlange.

33. Und er zog seine (rechte) Hand (unter der Achselhöhle) hervor (unter der er sie gehalten hatte), und sie war daraufhin blendend weiß für die, die hinschauten.

34. (Der Pharao) sagte zu den Würdenträgern, die ihn umgaben: „Das ist fürwahr ein kenntnisreicher, geschickter Zauberer,

35. Der euch durch seine Zauberei aus eurem Land zu vertreiben sucht. Was ratet ihr mir also (zu tun)?“

36. Sie sagten: „Haltet ihn und seinen Bruder für einige Zeit hin, und sendet (in der Zwischenzeit) Ausrufer in alle Städte,

37. Damit sie alle kenntnisreichen, geschickten Zauberer zu dir bringen.“

38. So wurden also die Zauberer an einem (allen) wohlbekannten Tag versammelt, (um mit Moses) zur festgesetzten Zeit (zu wetteifern),

39. Und die Menschen wurden gefragt: „Wollt ihr nicht auch zusammenkommen (und teilnehmen)?

40. Wir erwarten, dass die Zauberer gewinnen werden, und werden ihnen dann (in ihrer Religion) folgen.“

41. So kamen die Zauberer also herbei (zum Aufeinandertreffen) und sagten zum Pharao: „Wir werden doch gewiss Lohn erhalten, wenn wir die Gewinner sind, ist es nicht so?“

42. (Der Pharao) antwortete: „Ja, selbstverständlich. Und ihr werdet dann unter denen sein, die mir am nächsten sind.“

43. Moses sagte zu ihnen (den Zauberern): „So werft also hin, was immer ihr zu werfen habt!“

44. Da warfen sie ihre Stricke und ihre Stäbe und sagten: „Bei der Macht und beim Ruhm des Pharaos, wir werden ganz gewiss die Gewinner sein.“

45. Danach warf Moses seinen Stab, und siehe, er verschlang, was sie vorgetäuscht hatten.

46. Da warfen sich die Zauberer nieder, indem sie mit der Stirn den Boden berührten,

47. Und sie sagten: „Jetzt glauben wir an den Herrn der Welten,

48. Den Herrn von Moses und Aaron!“

49. (Der Pharao) sagte: „Was! Wie könnt ihr an Ihn glauben, bevor ich euch die Erlaubnis dazu erteile? Fürwahr, er ist euer Oberhaupt, der euch die Zauberei gelehrt hat. Doch bald schon werdet ihr (es) wahrlich zu wissen bekommen. Ich werde ganz gewiss eure Hände und Füße wechselseitig abhacken lassen und euch ganz gewiss allesamt kreuzigen lassen.“

50. Sie antworteten: „Es macht uns nichts aus (was du uns da androhst). Denn wahrlich, wir werden bestimmt zu unserem (wahren, ewig währenden) Herrn zurückkehren.

51. Wir wünschen uns sehnsüchtig, dass unser Herr uns unsere Sünden vergeben möge, denn wir sind die Vordersten unter denen, die glauben.“

52. (Die Dinge entwickelten sich so, dass) Wir Moses offenbarten: „Ziehe aus mit Meinen Dienern bei Nacht; ihr werdet fürwahr verfolgt werden.“

53. Daraufhin entsandte der Pharao Boten in die Städte (um seine Truppen) zusammenzurufen,

54. (Indem er sagte:) „Diese Menschen sind wahrlich nur eine kleine Schar;

55. Und (weil sie vergessen haben, wie gering an Zahl und wie schwach sie sind) haben sie sich gegen uns aufgelehnt (und unseren Zorn heraufbeschworen).

56. Wir aber sind wahrlich eine große Zahl, die stets auf der Hut ist.“

57. So vertrieben Wir sie aus (all dem, woran sie sich erfreut hatten an) Gärten und Quellen,

58. Und (weg) von (ihren) Schätzen, aus ihren prächtigen Wohnstätten und aus ihrer geachteten Stellung.

59. Das ist es, was geschah, und Wir ließen die Kinder Israels sie überleben und setzten sie als Erben (der gleichen Segnungen) ein.

60. Bei Sonnenaufgang machte sich der Pharao auf, um sie zu verfolgen.

61. Als die beiden Scharen einander erblickten, sagten die Gefährten von Moses: „Wir werden bestimmt eingeholt!“

62. Er antwortete: „Ganz gewiss nicht. Mein Herr ist wahrlich mit mir. Er wird mich (zur Errettung) leiten.“

63. Da offenbarten Wir Moses: „Schlage mit deinem Stab auf das Meer.“ Daraufhin teilte sich das Meer und jeder der Teile wurde gleichsam zu einem hohen Gebirge.

64. Die anderen (den Pharao und seine Schar) ließen Wir daraufhin nahe an dieselbe Stelle herankommen.

65. Und Wir erretteten Moses und alle, die bei ihm waren.

66. Dann ließen Wir die anderen ertrinken.

67. Wahrlich, in dem (was zwischen Moses und dem Pharao geschah) ist ein Zeichen (eine große, wichtige Lehre). Die meisten von ihnen (dem Volk Pharaos) waren keine Gläubigen.

68. Und dein Herr ist fürwahr der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht (der sehr wohl in der Lage ist, diejenigen zu bestrafen, die sich gegen Seinen Ruhm auflehnen), der Barmherzige (insbesondere gegen Seine gläubigen Diener).

69. Und nun trage ihnen diesen beispielhaften Bericht über Abraham vor.

70. Als er zu seinem Vater und zu seinem Volk sagte: „Was betet ihr da an?“

71. Sie sagten: „Wir beten Götzen an; und (obwohl sie aus Holz und Stein gemacht sind) sind wir ihnen ganz und gar ergeben (denn sie sind ja unsere Gottheiten).“

72. (Abraham) sagte: „Hören sie euch, wenn ihr sie anruft?

73. Oder nützen sie euch (wenn ihr sie anbetet), oder fügen sie euch Schaden zu (wenn ihr es nicht tut)?“

74. Sie antworteten: „Aber wir fanden doch unsere Väter dabei vor, als sie dasselbe taten.“

75. (Abraham) sagte: „Habt ihr euch jemals überlegt, was ihr da anbetet?

76. Ihr und eure Vorfahren, die (vor euch bereits) dahingegangen sind?

77. Wie ich sehe, sind sie (alle, die ihr da anbetet) meine Feinde, nicht aber der Herr der Welten,

78. Er, der mich erschaffen hat und mich deshalb rechtleitet (zu dem, was mir sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits nützt),

79. Und Er ist es, der mir zu essen und zu trinken gibt;

80. Und der mich, wenn ich krank werde, wieder heilt;

81. Und der mich sterben lassen wird und mir dann das Leben wiedergeben wird.

82. Und der, so hoffe ich, mir meine Fehler am Tag des Jüngsten Gerichts vergeben wird.

83. Mein Herr! Gewähre mir echte, weise Urteilskraft, und vereine mich mit den Rechtschaffenen.

84. Und gewähre mir unter den späteren (Generationen) den Ruf der vorzüglichsten Wahrhaftigkeit und Tugendhaftigkeit.

85. Und mache mich zu einem der Erben des Gartens der Glückseligkeit und der Gnade.

86. Und vergib meinem Vater, denn er ist unter denen, die irregegangen sind.

87. Und lass mich nicht der Schande anheimfallen an dem Tag, an dem alle Menschen wieder zum Leben erweckt werden.

88. An dem Tag, an dem weder Reichtum noch Kinder von irgendeinem Nutzen sein werden.

89. Sondern (es nur dem wohlergehen wird) der vor Gott kommt mit einem gesunden Herzen (in dem es weder irgendeine Form von Unglauben oder Heuchelei geben wird noch die Neigung, Gott Teilhaber zur Seite zu stellen).“

90. Und das Paradies wird (an diesem Tag) nahe herangebracht für die Gottesfürchtigen, Frommen;

91. Und die lodernde Flamme wird denen vor Augen geführt, die sich (gegen Gott) aufgelehnt haben und irregegangen sind.

92. Sie werden gefragt werden: „Wo sind all jene (Götzen, verehrten Menschen, Engel oder Dschinn), die ihr anzubeten pflegtet,

93. Anstelle von Gott? Können sie euch in irgendeiner Weise helfen oder auch nur sich selbst?“

94. Dann werden sie kopfüber in die Flammen geworfen, die einen auf die anderen - sie (die Götzen) und die Aufrührer (die sie anbeteten).

95. Geradeso wie die Heerscharen von Iblis, allesamt.

96. Sie werden einander Vorwürfe machen darin; sie (die Aufrührer) werden (zu den anderen) sagen:

97. „Bei Gott, wir haben uns wahrlich in offenkundigem Irrtum befunden,

98. Als wir euch (beim Anbeten und beim Gehorsam) dem Herrn der Welten gleichsetzten.

99. Niemand anderer hat uns irregeführt als die Sünder (die Anführer unter denen, die Gott Teilhaber zur Seite setzten).

100. Jetzt haben wir niemanden, der (für uns) Fürsprache einlegt,

101. Und auch keinen vertrauten Freund.

102. Wenn wir doch noch eine zweite Gelegenheit hätten (in dieser Welt), dann würden wir gewiss unter den Gläubigen sein!“

103. Fürwahr, in dem (was zwischen Abraham und seinem Volk geschah) ist ein Zeichen (eine große, wichtige Lehre). Die meisten von ihnen waren keine Gläubigen.

104. Und dein Herr ist fürwahr der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht (der sehr wohl in der Lage ist, die zu bestrafen, die sich gegen Seinen Ruhm auflehnen), der Barmherzige (insbesondere gegen Seine gläubigen Diener).

105. Das Volk Noahs verwarf (Noah als Lügner und beabsichtigte damit) alle Gesandten (als Lügner zu verwerfen).

106. (Gedenke der Zeit) als ihr Bruder Noah zu ihnen sagte (um sie dadurch rechtzeitig zu warnen): „Wollt ihr euch nicht vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm hüten und Zuflucht unter Seinem Schutz suchen?

107. Ich bin wahrlich ein vertrauenswürdiger Gesandter für euch,

108. Darum hütet euch vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm, und gehorcht mir.

109. Ich verlange dafür (dass ich euch Gottes Botschaft überbringe) keinen Lohn von euch; mein Lohn wird mir von niemand anderem als dem Herrn der Welten zuteil.

110. Darum hütet euch vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm, und gehorcht mir.“

111. Sie antworteten: „Sollen wir an dich glauben, wo dir (doch nur) die Niedrigsten (unter den Menschen) folgen?“

112. (Noah) sagte: „Was könnte ich darüber wissen, was sie zu tun pflegten (bevor sie Gläubige wurden)?

113. Fürwahr, ihre Abrechnung liegt bei niemand anderem als meinem Herrn, wenn ihr es doch nur begreifen würdet!

114. Und von mir ist nicht zu erwarten, dass ich die Gläubigen wegschicke.

115. Ich bin nichts anderes als ein deutlicher Warner (dessen einzige Aufgabe darin besteht zu warnen).“

116. Sie sagten: „Wenn du nicht ablässt, o Noah, wirst du gewiss in äußerster Demütigung zu Tode gesteinigt.“

117. (Nachdem er sich lange Zeit abgemüht hatte), sagte er (in flehentlichem Gebet): „Mein Herr! Mein Volk hat mich wahrlich zum Lügner erklärt.

118. Darum beschließe Du zwischen mir und ihnen eine endgültige (und ewig andauernde) Trennung, und errette mich und die Gläubigen, die mit mir sind.“

119. Da erretteten Wir ihn und diejenigen, die mit ihm waren in der voll beladenen Arche.

120. Und dann, nachdem sie errettet worden waren, ließen Wir die übrigen ertrinken.

121. Fürwahr, in dem (was zwischen Noah und seinem Volk geschah) ist ein Zeichen (eine große, wichtige Lehre). Die meisten von ihnen waren keine Gläubigen.

122. Und dein Herr ist fürwahr der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht (der sehr wohl in der Lage ist, die zu bestrafen, die sich gegen Seinen Ruhm auflehnen), der Barmherzige (insbesondere gegen Seine gläubigen Diener).

123. Die ‘Ād verwarfen (Hūd als Lügner und beabsichtigten damit) alle Gesandten (als Lügner zu verwerfen).

124. (Gedenke der Zeit) als ihr Bruder Hūd zu ihnen sagte (um sie dadurch rechtzeitig zu warnen): „Wollt ihr euch nicht vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm hüten und Zuflucht unter Seinem Schutz suchen?

125. Ich bin wahrlich ein vertrauenswürdiger Gesandter für euch,

126. Darum hütet euch vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm, und gehorcht mir.

127. Ich verlange dafür (dass ich euch Gottes Botschaft überbringe) keinen Lohn von euch; mein Lohn wird mir von niemand anderem als dem Herrn der Welten zuteil.

128. Wollt ihr fortfahren, auf jeder Anhöhe zum Zeitvertreib und um damit zu prahlen eindrucksvolle Gebäude zu errichten;

129. Und nehmt ihr euch selbst riesige Festungen in der Hoffnung, dass ihr ewig leben werdet;

130. Und wenn ihr zuschlagt und (andere oder ihr Hab und Gut) ergreift, schlagt ihr dann zu und ergreift ihr es so, wie Tyrannen es tun?

131. Darum hütet euch vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm, und gehorcht mir.

132. Hütet euch vor Ungehorsam gegen Ihn, der euch reichlich versorgt hat mit allem, um das ihr sehr wohl wisst;

133. Euch reichlich versorgt hat mit Schafen und Ziegen und Viehherden und Kindern,

134. Und Gärten und Quellen.

135. Wahrlich, ich fürchte für euch die Strafe eines schrecklichen Tages.“

136. Sie erwiderten: „Es ist einerlei für uns, ob du uns predigst oder ob du nicht einer jener bist, die predigen.

137. Dies (was wir tun) ist die Vorgehensweise von (all unseren) Vorgängern.

138. Und (deshalb) werden wir nicht irgendeiner Strafe unterworfen.“

139. So verwarfen sie ihn als Lügner, und infolgedessen vernichteten Wir sie. Fürwahr, in dem (was zwischen Hūd und seinem Volk geschah) ist ein Zeichen (eine große, wichtige Lehre). Die meisten von ihnen waren keine Gläubigen.

140. Und dein Herr ist fürwahr der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht (der sehr wohl in der Lage ist, die zu bestrafen, die sich gegen Seinen Ruhm auflehnen), der Barmherzige (insbesondere gegen Seine gläubigen Diener).

141. Die Thamūd verwarfen (Salih als Lügner und beabsichtigten damit) alle Gesandten (als Lügner zu verwerfen).

142. (Gedenke der Zeit) als ihr Bruder Salih zu ihnen sagte (um sie dadurch rechtzeitig zu warnen): „Wollt ihr euch nicht vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm hüten und Zuflucht unter Seinem Schutz suchen?

143. Ich bin wahrlich ein vertrauenswürdiger Gesandter für euch,

144. Darum hütet euch vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm, und gehorcht mir.

145. Ich verlange dafür (dass ich euch Gottes Botschaft überbringe) keinen Lohn von euch; mein Lohn wird mir von niemand anderem als dem Herrn der Welten zuteil.

146. (Meint ihr etwa, dass) ihr für immer in Sicherheit gelassen werdet mit dem, was hier vor uns ist,

147. In Gärten und Quellen,

148. Kornfeldern und Dattelpalmen und schweren Fruchtbüscheln (von Datteln);

149. Und dass ihr fortfahren werdet, geschickt Wohnstätten aus den Bergen zu meißeln?

150. Darum hütet euch vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm, und gehorcht mir.

151. Und gehorcht nicht den Anweisungen jener, die verschwenderisch (mit ihren von Gott gewährten Fähigkeiten) umgehen und Maßlosigkeit gebieten,

152. Derjenigen, die Unordnung anrichten und Verderben stiften auf Erden, ohne die Dinge wieder in Ordnung zu bringen.“

153. Sie erwiderten: „Du bist nichts anderes als ein Besessener.

154. Du bist nichts weiter als ein gewöhnlicher Sterblicher wie wir, bringe also ein Zeichen hervor, wenn du wahrhaftig bist (in deiner Behauptung, ein Gesandter zu sein).“

155. (Salih) sagte: „Dies ist eine Kamelstute; an dem einen Tag hat sie das Recht zu trinken, und am nächsten habt ihr das Recht, Wasser zu schöpfen.

156. Tut ihr nichts Böses an, sonst erfasst euch die Strafe eines furchtbaren Tages.“

157. Doch (nach einiger Zeit, als sie es nicht mehr länger ertragen konnten) töteten sie sie auf grausame Weise, und dann überkam sie Bedauern,

158. Denn die (schreckliche) Strafe erfasste sie. Wahrlich, in dem (was zwischen Salih und seinem Volk geschah) ist ein Zeichen (eine große, wichtige Lehre). Die meisten von ihnen waren keine Gläubigen.

159. Und dein Herr ist fürwahr der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht (der sehr wohl in der Lage ist, die zu bestrafen, die sich gegen Seinen Ruhm auflehnen), der Barmherzige (insbesondere gegen Seine gläubigen Diener).

160. Das Volk von Lot verwarf (Lot als Lügner und beabsichtigte damit) alle Gesandten (als Lügner zu verwerfen).

161. (Gedenke der Zeit) als ihr Bruder Lot zu ihnen sagte (um sie dadurch rechtzeitig zu warnen): „Wollt ihr euch nicht vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm hüten und Zuflucht unter Seinem Schutz suchen?

162. Ich bin wahrlich ein vertrauenswürdiger Gesandter für euch.

163. Darum hütet euch vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm, und gehorcht mir.

164. Ich verlange dafür (dass ich euch Gottes Botschaft überbringe) keinen Lohn von euch; mein Lohn wird mir von niemand anderem als dem Herrn der Welten zuteil.

165. Was! Kommt ihr von den Menschen in aller Welt ausgerechnet zu Männern (mit eurer Begierde),

166. Und lasst die unbeachtet, die euer Herr für euch erschaffen (und euch erlaubt) hat als eure Frauen? Nein, fürwahr! Ihr seid Menschen, die alle Grenzen (des Anstands) überschreiten.“

167. Sie erwiderten: „Wenn du nicht ablässt, wirst du ganz gewiss (aus unserem Land) vertrieben werden.“

168. (Lot) sagte: „Wahrlich, ich verabscheue das, was ihr da tut.“

169. (Und er betete:) „Mein Herr! Bewahre mich und meine Familie vor (den Folgen dessen) was sie da ständig tun.“

170. Da erretteten Wir ihn und seine Familie, allesamt,

171. Bis auf eine alte Frau, die unter jenen war, die zurückblieben (und vernichtet wurden).

172. Dann ließen Wir die anderen untergehen.

173. Wir ließen auf sie einen (Verderben bringenden) Regen (aus Steinen) niedergehen. Wie schlimm war der Regen für jene, die gewarnt worden waren!

174. Fürwahr, in dem (was zwischen Lot und seinem Volk geschah) ist ein Zeichen (eine große, wichtige Lehre). Die meisten von ihnen waren keine Gläubigen.

175. Und dein Herr ist fürwahr der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht (der sehr wohl in der Lage ist, die zu bestrafen, die sich gegen Seinen Ruhm auflehnen), der Barmherzige (insbesondere gegen Seine gläubigen Diener).

176. Das Volk von Ayka verwarf (Schu‘ayb als Lügner und beabsichtigte damit) alle Gesandten (als Lügner zu verwerfen).

177. (Gedenke der Zeit) als Schu‘ayb zu ihnen sagte (um sie dadurch rechtzeitig zu warnen): „Wollt ihr euch nicht vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm hüten und Zuflucht unter Seinem Schutz suchen?

178. Ich bin wahrlich ein vertrauenswürdiger Gesandter für euch.

179. Darum hütet euch vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm, und gehorcht mir.

180. Ich verlange dafür (dass ich euch Gottes Botschaft überbringe) keinen Lohn von euch; mein Lohn wird mir von niemand anderem als dem Herrn der Welten zuteil.

181. Gebt volles Maß (in all euren Handelsgeschäften), und gehört nicht zu denen, die (durch Betrug und indem sie weniger geben) den anderen Verlust verursachen.

182. Und wiegt mit ehrlichen, genau eingestellten Waagen ab.

183. Und tut den Menschen nicht Unrecht, indem ihr ihnen vorenthaltet, was ihnen rechtmäßig zusteht, und zieht nicht mehr Verderben bringend auf Erden umher, indem ihr Unordnung stiftet und Unheil anrichtet.

184. Hütet euch vor Ungehorsam gegen Ihn in Ehrfurcht vor Ihm, der euch und all die früheren Generationen erschaffen hat.“

185. Sie erwiderten: „Du bist nichts anderes als einer von jenen, die besessen sind.

186. Du bist nichts weiter als ein gewöhnlicher Sterblicher wie wir, und wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass du fürwahr ein Lügner bist.

187. So lass doch Stücke vom Himmel auf uns herabfallen, wenn du wahrhaft bist in deiner Behauptung, ein Gesandter zu sein.“

188. (Schu‘ayb) sagte: „Mein Herr weiß um alles, was ihr tut.“ (Auf diese Weise stellte er ihre Angelegenheit Gott anheim.)

189. So verwarfen sie ihn als Lügner, und infolgedessen ergriff sie die Strafe des Tages des Überschattens. Das war gewiss die Strafe eines furchtbaren Tages.

190. Fürwahr, in dem (was zwischen Schu‘ayb und seinem Volk geschah) ist ein Zeichen (eine große, wichtige Lehre). Die meisten von ihnen waren keine Gläubigen.

191. Und dein Herr ist fürwahr der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht (der sehr wohl in der Lage ist, die zu bestrafen, die sich gegen Seinen Ruhm auflehnen), der Barmherzige (insbesondere gegen Seine gläubigen Diener).

192. Dies (der Koran) ist fürwahr das Buch des Herrn der Welten, das Er (in Abschnitten) herabgesandt hat.

193. Der Geist der Vertrauenswürdigkeit bringt ihn herab,

194. In dein Herz, damit du einer der Warner seiest (dem die Offenbarung Gottes anvertraut wurde),

195. In klarer arabischer Sprache.

196. Er ist wahrlich bereits in den vorangegangenen Schriften (angekündigt worden).

197. Ist es nicht Beweis genug für sie, dass die Gelehrten unter den Kindern Israels wissen (dass es so ist)?

198. Doch selbst wenn Wir ihn zu irgendeinem von den Nichtarabern herabgesandt hätten,

199. Und er hätte ihn ihnen vorgetragen, hätten sie doch nicht an ihn geglaubt.

200. So haben wir (wegen ihres absichtlichen Festhaltens an Unglauben und Ungerechtigkeit) ihn (den Koran) unbeachtet die Herzen der ungläubigen Sünder durchdringen lassen:

201. (Obwohl es unwiderlegbare Beweise für seine Wahrheit gibt) wollen sie nicht an ihn glauben, bis sie die schmerzliche Strafe sehen.

202. Doch sie wird ganz plötzlich über sie kommen, ohne dass sie es wahrnehmen (und auch nicht in der Lage sind wahrzunehmen), dass sie kommt.

203. Dann sagen sie: „Wird uns nicht noch etwas Aufschub gewährt (damit wir uns bessern können)?“

204. (Weil das so ist) wollen sie da immer noch, dass Unsere Strafe vorverlegt wird?

205. Willst du nicht einsehen, dass - selbst wenn Wir sie das Leben noch für viele (weitere) Jahre genießen lassen (etwas, das sie sich verzweifelt wünschen werden, wenn sie die Strafe vor Augen haben),

206. Und die ihnen versprochene Strafe danach über sie kommt, -

207. Es ihnen überhaupt nichts nützen wird (dass ihnen ihr Leben in Genuss und Freuden verlängert wurde).

208. Wir haben nie irgendeine Stadt zerstört, ohne dass sie Warner hatte (die zu ihr entsandt wurden),

209. Um sie zu ermahnen. Wir sind niemals ungerecht gewesen.

210. Es sind nicht die Satane, die dieses (Buch) herabgebracht haben.

211. Dies ist ihnen (weder erlaubt noch steht es ihnen zu), und sie haben auch nicht die Macht (das zu tun).

212. Es ist ihnen wahrlich ganz und gar verboten, auch nur zuzuhören (während seiner Offenbarung).

213. Deshalb nimm dir niemals irgendeine andere Gottheit, um sie neben Gott anzurufen, sonst würdest du zu denen gehören, die zur Bestrafung verurteilt sind.

214. Und (o Gesandter) warne deine nächsten Verwandten.

215. Breite deine Schwingen (fürsorglich und beschützend) über die Gläubigen aus, die dir folgen (indem sie Gottes Gebote in ihrem Leben umsetzen).

216. Doch wenn sie dir nicht gehorchen (deine Angehörigen, indem sie deinen Aufruf ablehnen; oder jene, die erst kürzlich zum Glauben gefunden haben, indem sie nicht ihre frühere Lebensweise aufgeben), dann sage (zu ihnen): „Ich bin frei von (Verantwortung für das) was ihr tut.“

217. (Lasse jegliche irdischen Kräfte bei der Erfüllung deiner Sendung unbeachtet), und setze dein Vertrauen in den Ruhmreichen von unwiderstehlicher Macht (der alles zu tun vermag, was Er will), den Barmherzigen (insbesondere gegen seine gläubigen Diener),

218. Der sieht, wenn du dich (zum Gebet und in der Bereitschaft) erhebst (Seine Anweisungen auszuführen),

219. Geradeso wie deine angestrengten Bemühungen, indem du dich niederwirfst mit denen, die sich niederwerfen (um deine Verpflichtung zur Dienerschaft einhalten zu können und den Gläubigen zu helfen, ihre Lebensweise neu auszurichten).

220. Er ist fürwahr der Hörende, der Wissende.

221. (O ihr Menschen!) Soll Ich euch kundtun, auf wen die Satane herabkommen?

222. Sie kommen auf jeden herab, der sich darauf verlegt hat, Lügen zu ersinnen, der sich auf das Sündigen verlegt hat.

223. Sie (die Satane) lauschen angestrengt (auf die Gespräche der Engel und flüstern jedem sündigen Betrüger alles Mögliche ein, als ob sie etwas erhalten hätten); doch sie beide (sowohl die Satane als auch ihre sündigen Handlanger) sind Lügner im meisten von dem, was sie sagen.

224. Was die Dichter angeht, so folgen ihnen nur diejenigen, die irregeleitet sind.

225. Siehst du denn nicht, dass sie verwirrt in sämtlichen Tälern (der Lügen, Gedanken und Strömungen) umherstreifen.

226. Und sie sprechen von dem, was sie selbst nicht tun.

227. Außer denen, die glauben und gut, rechtschaffen handeln und Gottes gar oft gedenken und sich verteidigen, wenn ihnen Unrecht getan wurde. Bald schon werden diejenigen, die Unrecht tun, wissen, durch was für eine (große) Umkehrung sie umgestürzt werden.

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