AN-NAHL

 Sure 16

DIE BIENE

offenbart in Mekka

Diese in Mekka offenbarte Sure besteht aus 128 Versen. Der Name der Sure findet sich in Vers 68, wo als weiteres wunderbares Zeichen von Gottes Macht, Wissen und Weisheit die Honigbiene angeführt wird.

Hauptthemen der Sure sind die grundlegenden Prinzipien des Glaubens sowie die strikte Zurückweisung des Unglaubens und der Beigesellung von Teilhabern zu Gott. Dabei werden zahlreiche Punkte aufgezählt, die für den Glauben sprechen. Ferner wird dazu ermutigt, tugendhaft zu handeln, d.h., gerecht und großzügig zu sein und Gutes zu tun, während Übeln und Lastern ein Riegel vorgeschoben wird.

IM NAMEN GOTTES, DES ERBARMERS, DES BARMHERZIGEN!

1. Der Beschluss Gottes (hinsichtlich des Unheils, das über die Ungläubigen hereinbrechen wird, und ihres letztendlichen Untergangs am Ende der Zeiten) wird unabwendbar eintreffen, darum (o ihr Ungläubigen) wünscht euch nicht, dass er vorverlegt wird (indem ihr vom Gesandten fordert, dass er ihn sogleich herbeiführe, nur um ihn ins Lächerliche und in Zweifel zu ziehen). Gepriesen ist Er und vollkommen erhaben über all das, was sie Ihm als Teilhaber zur Seite stellen.

2. Er schickt die Engel herab mit dem Geist (der Leben spendenden Offenbarung) aus Seiner (vollkommen reinen, immateriellen Sphäre der) Beschlüsse zu wem Er will von Seinen Dienern (indem Er spricht): „Warnt die Menschen, dass es keine Gottheit gibt außer Mir, darum hütet euch vor Ungehorsam gegen Mich in Ehrfurcht vor Mir und in Frömmigkeit.

3. Er hat die Himmel und die Erde in Wahrheit (bedeutsam und zu einem bestimmten Zweck, auf der zuverlässigen Grundlage der Wahrheit) erschaffen. Er ist vollkommen erhaben über alles, was sie Ihm als Teilhaber zur Seite stellen.

4. Er hat den Menschen aus (einem so unscheinbaren Beginn wie) einem einfachen Tropfen (Samen-)flüssigkeit erschaffen; und doch wird er zu einem offenkundigen, heftigen Widersacher (der sich selbstsüchtig auf einen Streit gegen die Wahrheit einlässt).

5. Und die Herdentiere hat Er erschaffen, aus denen ihr (euch) Wärme (in Form von Kleidung) beschafft und vielfachen anderen Nutzen zieht und aus denen ihr (Nahrung) zum Essen bekommt.

6. Und darin ist Schönheit für euch, wenn ihr sie nach Hause treibt (am Abend) und wenn ihr sie zum Weiden hinaustreibt (am Morgen).

7. Und sie tragen eure Lasten in gar manches (ferne) Land, das ihr (sonst) nicht erreichen könntet außer mit großer Mühe für euch selbst. Wahrlich, euer Herr ist mitfühlend, barmherzig.

8. Und Pferde, Maultiere und Esel (hat Er für euch erschaffen), damit ihr auf ihnen reitet und zur Zierde (denn sie mehren die wunderschönen Annehmlichkeiten in eurer Welt); und (abgesehen von allem, was ihr seht und kennt) erschafft Er gar manches, von dem ihr nichts wisst.

9. Bei Gott (als eurem Schöpfer) ruht das Ziel des Weges (auf den Er euch leiten wird und den ihr zu befolgen habt). Und manche (Wege) sind abweichend (und führen diejenigen, die sie befolgen, in die Irre). Doch wenn es Gottes Wille wäre (euch Seine Rechtleitung aufzuzwingen, ohne den Menschen freie Willensentscheidung zu gewähren), dann hätte Er euch fürwahr allesamt rechtgeleitet (auf Seinem Weg).

10. Er ist es, der Wasser vom Himmel herabsendet; davon trinkt ihr, und davon (werden) die Sträucher (bewässert), an denen ihr euer Vieh weiden lasst.

11. Damit lässt Er für euch Getreide wachsen, Olivenbäume, Dattelpalmen, Weinreben und alle (anderen) Sorten von Früchten. Darin ist ein Zeichen (das die Wahrheit offenkundig macht) für Menschen, die nachdenken.

12. Er hat euch die Nacht und den Tag und die Sonne und den Mond dienstbar gemacht, und die Sterne sind euch untertan gemacht durch Sein Gebot. Wahrlich, darin sind Zeichen für Menschen, die von ihrem Verstand Gebrauch machen und begreifen.

13. Und was immer Er für euch auf Erden erschaffen hat, vielfältig in seinen Farben (und in unterschiedlichen Formen und Sorten): Wahrlich, darin ist ein Zeichen für Menschen, die nachdenken und achtsam sind.

14. Und Er ist es, der (euch) das Meer dienstbar gemacht hat, damit ihr daraus frisches Fleisch esst und Schmuck aus ihm hervorholt, den ihr anlegt. Und du siehst, wie die Schiffe es auf ihrer Bahn durchpflügen, damit ihr Seine Gunst zu erlangen sucht und Dank abstattet (an den, der all dies erschaffen hat).

15. Und Er hat auf der Erde festgegründete Berge errichtet, damit sie nicht mit euch wanke (durch ihre Bewegung), und Ströme entstehen lassen und Straßen, damit ihr euren Weg finden möget,

16. Und (andere) Wegzeichen, und sie (die Menschen) finden ihren Weg mit Hilfe der Sterne.

17. Ist also der, der erschafft, gleich dem, der nicht erschafft? Wollt ihr also nicht nachdenken und achtsam sein?

18. Und wenn ihr versuchen würdet, die Segnungen Gottes zu zählen, könntet ihr sie doch nicht zusammenrechnen. Gott ist fürwahr vergebend, barmherzig (Er fährt fort, Seine Diener zu versorgen - trotz ihrer Sünden und obwohl sie Ihn sogar verleugnen).

19. Gott weiß, was ihr verheimlicht und was ihr kundtut.

20. Doch diejenigen, die sie anstelle von Ihm anrufen, erschaffen nichts, sondern sind vielmehr selbst erschaffen.

21. Tot (sind sie), nicht lebendig (und vermögen auch kein Leben zu geben, dessen sie selbst so sehr bedürfen). Und sie wissen nicht, wann sie wieder zum Leben erweckt werden.

22. Euer Gott ist ein Einziger Gott, doch diejenigen, die nicht an das Jenseits glauben - deren Herzen wollen dies nicht wahrhaben (obwohl es die offenkundigste und wichtigste Wahrheit ist, ebenso wenig wie viele andere Wahrheiten, die eben darauf beruhen): Sie sind (zu) hochmütig (um anzuerkennen, dass sie von dem über alles Erhabenen Wesen abhängig sind und dass sie Ihm Rechenschaft schulden).

23. Ohne Zweifel weiß Gott, was immer sie geheim halten und was immer sie kundtun; Er liebt nicht die Hochmütigen.

24. Wenn zu ihnen gesagt wird: „Was ist das, was euer Herr (der euch versorgt, beschützt und heranwachsen lässt) herabgeschickt hat (auf den Gesandten)?“, dann sagen sie: „(Nichts weiter als) Fabeln der Alten.“

25. Deshalb sollen sie am Tag der Auferstehung ihre eigene Last (an Sünden) unvermindert tragen, zusammen mit einem Teil der Last jener, die sie, da diese unwissend waren, dazu veranlasst haben, irrezugehen. Seht nur, wie übel die Last ist, die sie sich selbst aufbürden!

26. Jene, die vor ihnen waren (und hartnäckig wie sie am Unglauben, schlechtem Handeln und Üblem festhielten), schmiedeten Pläne (gegen die Gesandten und die Botschaft Gottes, die sie überbrachten), deshalb erfasste Gott ihre Bauten an deren Grundmauern, und das Dach stürzte von oben auf sie nieder, und das Verhängnis brach über sie herein, ohne dass sie wahrnahmen, woher es kam.

27. Dann wird Er am Tag der Auferstehung Schande über sie bringen und wird sagen: „Wo sind (jene Wesen, von denen ihr behauptet habt, sie seien) Meine Teilhaber, und um deretwillen ihr euch (gegen die Gläubigen) aufzulehnen pflegtet, indem ihr euch (Meiner Rechtleitung) widersetzt und (sie) nicht befolgt habt?“ Jene, denen (zu ihren Lebzeiten) Wissen gewährt wurde, sagen: „Schande und Übles kommen heute über die Ungläubigen:“

28. Diejenigen, deren Seele die Engel hinwegnehmen, während sie sich selbst immer noch Unrecht tun (indem sie Gott Teilhaber zur Seite stellen und Böses tun). (Wenn sie die Strafe zu sehen bekommen) erklären sie sich zu völliger Hingabe bereit (und sagen in dem Versuch, sich zu entschuldigen): „Wir hatten nicht (die Absicht), irgendetwas Böses zu tun.“ (Doch ihnen wird geantwortet:) „Nein! Gott weiß fürwahr ganz genau, was ihr getan habt (und welche Absichten ihr dabei hattet).

29. Darum tretet ein durch das Tor der Hölle, um dort ewig zu verweilen.“ Wie übel ist fürwahr die Wohnstätte der Hochmütigen (jener, die zu stolz sind, um Gottes Rechtleitung anzunehmen).

30. Zu denjenigen jedoch, die sich vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm und in Frömmigkeit hüten, wird gesagt: „Was hat euer Herr (dem Gesandten) herabgeschickt?“ Sie antworten: „Das, was ganz gewiss gut und für uns nützlich ist (in beiden Welten).“ Für jene, die sich eifrig darum bemühen, in dieser Welt Gutes zu tun, und sich bewusst sind, dass Gott sie sieht, ist Gutes (bestimmt), doch die Wohnstatt des Jenseits ist fürwahr (noch) besser. Wie ausgezeichnet ist fürwahr die Wohnstatt der Gottesfürchtigen, Frommen!

31. Gärten der ewigen Glückseligkeit, in die sie eingehen werden, durch die Ströme fließen. Darin werden sie haben, was immer sie sich wünschen mögen. So belohnt Gott die Gottesfürchtigen, Frommen -

32. Jene, deren Seele die Engel abberufen, während sie sich im Zustand der Reinheit befinden (ohne jegliches Übel und während sie niemand anderen als Gott allein anbeten), indem sie sagen: „Friede sei mit euch! Betretet den Paradiesgarten aufgrund dessen, was ihr zu tun pflegtet.“

33. Warten sie (die Ungläubigen und/oder jene, die Gott Teilhaber zur Seite stellen) denn auf etwas anderes, als dass die Engel zu ihnen kommen (um ihre Seele hinwegzunehmen oder ein Unheil über sie zu bringen), oder auf den Befehl deines Herrn (der Sein Urteil über sie fällt und die Hölle für sie auftut)? Geradeso handelten schon jene, die vor ihnen waren. Gott hat ihnen nicht Unrecht getan, sondern sie selbst pflegten sich Unrecht zu tun.

34. Doch die üblen Folgen dessen, was sie zu tun pflegten, fielen auf sie selbst zurück, und das, worüber sie zu spotten pflegten, überwältigte sie.

35. Diejenigen, die Gott Teilhaber zur Seite stellen, sagen: „Wenn Gott gewollt hätte, dann hätten wir niemand anderen als Ihn angebetet, weder wir noch unsere Vorfahren; auch würden wir nichts für verboten erklären ohne (ein Gebot von) Ihm.“ Geradeso verhielten sich schon diejenigen, die vor ihnen lebten (und Gott Teilhaber zur Seite stellten wie diese). Doch obliegt dem Gesandten irgendeine andere Pflicht außer der, die Botschaft eindeutig zu übermitteln?

36. Und gewiss haben Wir in jeder Gemeinschaft einen Gesandten erweckt (damit er die ursprüngliche Botschaft verkünde): Betet Gott allein an, und haltet euch fern von falschen Gottheiten und den Mächten des Bösen (die im Widerspruch zu Gott stehende Glaubensvorstellungen und Gebote einführen). Unter ihnen (den früheren Generationen) gab es Menschen, die Gott rechtgeleitet hat, geradeso wie es unter ihnen manche gab, die es sich selbst zuzuschreiben hatten, dass sie irregingen. Reist also umher auf Erden, und schaut! Wie war das Ende derjenigen, die (Gottes deutliche Zeichen und Seine Gesandten) leugneten!

37. Auch wenn du dir noch so sehr wünschst, dass sie (die gesamte Menschheit) rechtgeleitet sein möge, so leitet Gott wahrlich nicht diejenigen recht, die Er hat irregehen lassen (wie es ihnen gerechterweise zustand).

38. Und sie schwören ihre feierlichsten Eide bei Gott: „Gott wird niemals irgendjemanden, der gestorben ist, von den Toten auferwecken!“ Aber ja! In Wahrheit ist es ein Versprechen, das Er Sich Selbst auferlegt hat, doch die meisten Menschen wissen es nicht (weil sie unwissend sind und überhaupt nicht den Wunsch haben, Wissen um die Wahrheit zu erlangen).

39. (Er wird fürwahr dieses Versprechen einhalten und sie wiedererwecken) um den Menschen Kunde über das zu geben, worüber sie uneinig waren, und damit diejenigen, die ungläubig sind, erkennen, dass sie Lügner waren.

40. (Die Toten wieder zum Leben zu erwecken, ist ebenso leicht für Uns, wie ihnen erstmalig Leben zu geben.) Unser Wort an etwas, das Wir wollen, ist einfach, dass Wir sagen: „Sei!“, und es ist.

41. Diejenigen, die für die Sache Gottes (in ein anderes Land) auswandern, nachdem sie ihres Glaubens wegen unterdrückt wurden, denen werden Wir fürwahr eine schöne Bleibe in dieser Welt geben, und ihr Lohn im Jenseits ist gewiss noch größer. Wenn sie (alle Menschen) nur wüssten (wie groß dieser Lohn ist)!

42. (Das sind) jene, die sich standhaft geduldet haben (angesichts aller Unannehmlichkeiten), und es ist ihr Herr, in den sie ihr Vertrauen setzen.

43. Wir haben bereits vor dir (o Muhammad) nichts anderes als Menschen entsandt, denen Wir Offenbarungen zuteil werden ließen - und wenn ihr (o ihr Leute) es nicht wisst, dann befragt diejenigen mit ganz besonderem Wissen (die, die Wissen um die Offenbarungen Gottes besitzen) -

44. (Wir haben sie mit) klaren Beweisen für die Wahrheit und mit Schriften (entsandt). Und dir haben Wir die Ermahnung (den Koran) herabgesandt, damit du den Menschen klarmachen kannst, was immer zu ihnen herabgesandt worden ist (durch dich von der Wahrheit über ihr gegenwärtiges und künftiges Leben), damit sie nachdenken mögen.

45. Fühlen sich denn diejenigen, die (Gottes Gnade zum Trotz) heimtückische Pläne aushecken, sicher davor, dass Gott sie nicht in der Erde versinken lässt oder dass die Strafe nicht über sie kommt, ohne dass sie wahrnehmen, woher sie gekommen ist?

46. Oder dass Er sie nicht erfasst, während sie (im Land in Pomp und Angeberei mit ihrer Überlegenheit) umherziehen und sie sich Ihm nicht zu entziehen vermögen?

47. Oder dass Er sie nicht durch allmählichen Verfall (ihres Reichtums und ihrer Gesundheit) heimsucht (um ihnen Zeit zur Besserung zu geben)? Denn wahrlich, euer Herr ist mitfühlend, barmherzig.

48. Oder sehen sie nicht die Dinge, die Gott erschaffen hat, wie sich ihre Schatten nach rechts und nach links drehen, sich vor Gott niederwerfend, und das auf demütigste Weise?

49. Vor Gott wirft sich nieder, was immer in den Himmeln ist und was immer auf Erden ist an Lebewesen, und die Engel (ebenso, denn) sie sind nicht hochmütig.

50. Sie (die Engel) fürchten ihren Herrn, der hoch über ihnen ist (das bedeutet: der vollkommene Macht über sie hat), und sie tun, was ihnen geboten wird.

51. Gott hat gesagt: „Nehmt euch nicht zwei (oder noch mehr) Gottheiten: Er ist nur Ein Gott. Deshalb empfindet Furcht vor Mir und nur vor Mir (damit ihr vor anderen Ängsten bewahrt werdet, die euch Erniedrigung bringen würden).

52. Ihm gehört alles, was in den Himmeln und auf Erden ist, und Ihm allein gebührt stets völliger Gehorsam. Wollt ihr etwa andere als Gott fürchten und ihnen in Frömmigkeit gehorchen und Ehrfurcht entgegenbringen?

53. Was immer euch an Segnungen zuteil wird, ist von Gott; und wenn euch Unheil berührt, dann ist Er es, den ihr flehentlich um Hilfe bittet.

54. Wenn Er danach das Unheil von euch abwendet, dann stellen einige von euch ihrem Herrn Teilhaber zur Seite (der allein euch unterhält und versorgt und euch vor Unheil bewahrt);

55. Und so leugnen sie in Undankbarkeit die Wohltaten, die Er ihnen erwiesen hat. Darum erfreut euch (o ihr Götzenanbeter, der Wohltaten, die Wir euch gewähren) - doch bald schon werdet ihr (die Wahrheit) erfahren.

56. Sie bestimmen von dem, womit Wir sie versorgt haben, einen Anteil für die Dinge (nicht vorhandene Götter, falsch verstandene „Ursachen“), über deren (tatsächliche Beschaffenheit) sie kein gesichertes Wissen haben. Bei Gott, ihr werdet gewiss befragt werden über das, was ihr zu erdichten pflegtet.

57. Und sie schreiben Gott Töchter zu - hoch gepriesen ist Er (und erhaben darüber, Kinder zu haben) - und sich selbst, was sie begehren (Söhne).

58. Wenn einem von ihnen die Kunde von der Geburt eines Mädchens überbracht wird, verfinstert sich sein Gesicht, und es ist (als würde er innerlich überwältigt) von unterdrücktem Ärger.

59. Er verbirgt sich vor den Menschen wegen des Schlechten (für das er es zu Unrecht hält), von dem er Kunde erhalten hat. (So spricht er denn mit sich selbst:) Soll er es trotz der Erniedrigung behalten oder es in der Erde vergraben? Seht nur! Wie übel ist die Entscheidung, die sie treffen (im Hinblick auf Gott, und wie übel ist die Entscheidung, über die sie streiten)!

60. Auf diejenigen, die nicht an das Jenseits glauben, treffen die schlimmsten Eigenschaften zu, auf Gott jedoch treffen die erhabensten Eigenschaften zu, und Er ist der Ruhmreiche von unwiderstehlicher Macht, der Weise.

61. Wenn Gott die Menschen sogleich für das Unrecht, das sie getan haben, zur Rechenschaft ziehen würde, dann würde Er auf ihr (der Erde) kein Lebewesen belassen (denn die Sünden der Menschen würden die Erde unbewohnbar machen). Doch Er gewährt ihnen Aufschub bis zu einer Frist, die (von Ihm) festgesetzt ist. Wenn aber ihre Frist abgelaufen ist, dann können sie sie weder um einen einzigen Augenblick hinauszögern noch vorverlegen.

62. Sie schreiben Gott das zu, was sie für (sich selbst für) hassenswert halten; und dabei sprechen ihre Zungen die Lüge aus, dass („wenn es noch ein weiteres Leben gibt, wie der Gesandte behauptet“) das Beste (das Paradies) ihnen zukommen werde. Zweifelsohne kommt ihnen (ganz im Gegenteil nur) das Feuer zu, und sie werden in Eile hineingetrieben.

63. Bei Gott, Wir haben ganz gewiss Gesandte zu den Gemeinschaften vor dir (o Gesandter) geschickt, doch Satan ließ (den Ungläubigen unter) ihnen ihre Handlungen anziehend erscheinen. Und am heutigen Tage (wenn ihnen der Koran offenbart wird) ist er (auch) ihr enger Freund, und ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil.

64. Und Wir haben dir das Buch nur herabgesandt, damit du ihnen all das (die Fragen über den Glauben und das Gesetz) erklären kannst, über was sie uneinig sind, und als Rechtleitung und Barmherzigkeit für Menschen, die bereit sind zu glauben und die bereits geglaubt haben.

65. Und Gott schickt Wasser vom Himmel herab und erweckt damit die Erde zu neuem Leben, nach ihrem Tod. Darin sind wahrlich Zeichen (die die Wahrheit manifestieren) für Menschen, die bereit sind, zu hören (und die Abhandlungen über „das Buch der Schöpfung“ und die Offenbarung zu verstehen).

66. Und fürwahr, im Herdenvieh (das das Gras auf der wiederbelebten Erde abweidet) ist ein lehrreiches Beispiel für euch: Wir geben euch von dem, was in ihren Leibern ist (auf wunderbare Weise abgesetzt von dem), was sich zwischen Ausscheidung und Blut befindet, Milch, die rein und angenehm ist für jene, die trinken.

67. Und es gibt (unter den Erzeugnissen, die Gott als Nahrung für euch auf der wiederbelebten Erde hervorbringt) die Früchte der Dattelpalme und die Trauben: Aus ihnen bereitet ihr berauschende Getränke und gute, bekömmliche Nahrung. Darin ist fürwahr ein Zeichen für Menschen, die nachdenken und Verstand haben.

68. Und dein Herr gab der Biene ein: „Nehmt euch Wohnstätten in den Bergen und in den Bäumen und in dem, was sie (die Menschen) sich bauen und weben mögen.

69. Dann hole dir Nahrung von all den Früchten, und folge, indem du mit deinen Lasten heimkehrst, den Wegen deines Herrn, die dir leicht gemacht sind.“ Aus ihren Leibern kommt ein Trank hervor von unterschiedlicher Farbe, in dem Heilung für die Menschen ist. Darin ist fürwahr ein Zeichen für Menschen, die nachdenken.

70. Gott hat euch erschaffen, dann nimmt Er eure Seelen zu Sich. Und unter euch sind manche, die Er ein hinfälliges Greisenalter erreichen lässt, sodass sie überhaupt nichts mehr von dem wissen, was sie einst wussten. Wahrlich, Gott ist wissend, allmächtig.

71. Und Gott hat die einen von euch vor anderen begünstigt in der Versorgung. Und doch (obwohl Wir es sind, die sie versorgen) denken die, die mehr begünstigt sind, nicht daran, ihre Versorgung mit jenen (Sklaven) zu teilen, die ihre Rechte besitzt, sodass sie mit ihnen gleich wären in dieser Hinsicht. Wie können sie nur Gottes Gnade und Gunst leugnen (und Ihm Teilhaber zur Seite stellen)?

72. Gott hat für euch aus euch selbst Ehegefährten (Gatten) gemacht und hat euch Kinder und Enkelkinder aus euren Ehegefährten gemacht, und Er hat euch mit guten, bekömmlichen Dingen versorgt. Wollen sie also an Falsches glauben und die Gnadenbeweise Gottes leugnen?

73. Und sie beten außer Gott jene an, die keine Verfügungsgewalt über irgendeine Versorgung in den Himmeln und auf Erden haben, mit der sie sie versorgen könnten, und sie (die sie fälschlich anbeten) sind nicht dazu in der Lage (solch eine Aufgabe zu übernehmen, geschweige denn, sie auch auszuführen).

74. Darum ersinnt keine Gleichnisse für Gott (stellt Ihn also nicht anderen gleich, um Ihm Teilhaber beizugesellen, denn es gibt nichts, was Ihm gleich ist). Wahrlich, Gott weiß, und ihr kennt nicht (die genaue Wahrheit über Ihn und auch nicht die genaue Beschaffenheit der Dinge).

75. Gott prägt ein Gleichnis (von zwei Männern, damit ihr begreifen möget, dass echte Freiheit darin besteht, Gott zu dienen, denn es befreit von der Versklavung durch andere): von einem Sklaven, der keine Macht hat, und einem (freien) Mann, dem Wir eine schöne Versorgung von Uns gewährt haben und der davon insgeheim und öffentlich spendet. Sind die beiden gleich? Aller Lobpreis und Dank gebührt Gott (denn Ihm einzig und allein gehört das Universum und Er hat die Verfügungsgewalt darüber); doch die meisten von ihnen besitzen kein Wissen.

76. Und Gott prägt ein Gleichnis von (weiteren) zwei Männern: Der eine von ihnen ist stumm. Er hat über nichts Entscheidungsgewalt (ist unfähig, irgendeinen Auftrag auszuführen, unfähig in irgendeiner Sache eine Entscheidung zu treffen oder irgendwelche Bedürfnisse zu stillen). Er ist eine Last für seinen Herrn; was immer er ihm aufträgt, er bringt nichts Gutes. Ist er also jemandem gleich, der das Rechte und Gerechtigkeit gebietet und sich selbst auf dem geraden Weg befindet?

77. Und Gott gehört (die absolute Herrschaft und volles Wissen um) das Unsichtbare in den Himmeln und auf Erden, und die Angelegenheit der Stunde (des Untergangs) ist (im Hinblick auf die Macht Gottes) nurmehr ein kurzer Augenblick, oder sogar noch weniger. Wahrlich, Gott hat volle Macht über alle Dinge.

78. Gott hat euch aus den Schößen eurer Mütter hervorgebracht, als ihr von nichts wusstet, und hat euch (damit ihr durch Lernen Vollkommenheit erlangt) Gehör und Augen mitgegeben, und Herzen, damit ihr (von ganzem Herzen und in Worten und durch Taten, indem ihr Seine Gebote befolgt) euren Dank abstatten möget.

79. Denken sie nicht über die Vögel nach, wie sie durch die Lüfte fliegen, sich Gottes Gebot hingebend? Niemand hält sie außer Gott (der ihnen die Fähigkeit zu fliegen verliehen hat). Wahrlich, darin sind Zeichen (die die Wahrheit manifestieren) für Menschen, die bereit sind zu glauben und deren Glaube noch zunimmt.

80. Und (unter seinen Segensgaben für euch ist) dass Gott für euch aus euren Häusern Wohnungen und Ruhestätten gemacht hat; und Er hat für euch aus der Haut des Herdenviehs eine (andere Art von) Unterkünften gemacht, die leicht (zu handhaben) sind, wenn ihr umherreist und wenn ihr halt macht und lagert; und durch ihre Wolle und ihr Haar (hat Er euch versorgt mit Gebrauchsgegenständen zur) Ausrüstung und angenehmen Bequemlichkeit auf eine (festgesetzte, vergängliche) Weile.

81. Und (abgesehen von unzähligen anderen Seiner Segensgaben) hat Er für euch aus den Dingen, die Er erschaffen hat, Schutz vor der Sonne bereitet und euch in den Bergen Zufluchtsstätten gegeben und euch die (Mittel zur Verfügung gestellt, um) Gewänder zum Schutz vor Hitze (und Kälte) zu machen, und Gewänder (wie Panzerhemden), um euch vor (eurer gegenseitigen) Gewalttätigkeit zu schützen. Auf diese Weise vollendet Er seine Gnadenbeweise an euch, damit ihr euch Ihm ergeben möget (und so in den Genuss Seiner größten Gunst von allen gelangt).

82. Wenn sie sich dann aber (trotz der Gunstbeweise Gottes und obwohl Er durch Seine Offenbarung Seine Gnade an ihnen vollendete) abwenden, so obliegt dir (o Gesandter) nur, die Botschaft in vollem Umfang und klar zu überbringen.

83. Sie sind sich der Gnadenbeweise Gottes vollkommen bewusst, doch weigern sie sich, sie (als solche) anzuerkennen, und die meisten von ihnen sind hartnäckige Ungläubige (die absichtlich und unverbesserlich Gott im Glauben und bei der Anbetung Teilhaber zur Seite stellen).

84. Doch der Tag (wird kommen), wenn Wir aus jeder Gemeinschaft einen Zeugen erwecken (um Zeugnis gegen sie abzulegen, dass Gottes Religion ihnen übermittelt wurde); dann wird denen, die ungläubig waren, nicht erlaubt sein (ihre Entschuldigungen vorzubringen), noch wird es ihnen (weil es dann zu spät dafür ist) erlaubt sein, sich zu bessern.

85. Wenn diejenigen, die hartnäckig daran festhalten, Unrecht zu tun (indem sie Gott Teilhaber zur Seite stellen und Böses tun), die Strafe sehen, dann wird sie ihnen nicht erleichtert und es wird ihnen kein Aufschub gewährt.

86. Und wenn jene, die Gott Teilhaber zur Seite stellten, diese ihre Teilhaber sehen (wie etwa Propheten, Heilige und Helden, die sie bei ihrer Anbetung und in ihrem vollkommen Gehorsam für Teilhaber Gottes hielten), werden sie sagen: „Unser Herr, das sind diejenigen, die wir Dir beizugesellen pflegten, die wir (für Deine Teilhaber hielten und) neben Dir anzubeten pflegten. (Sie sind es, die uns irreleiteten.)“ Woraufhin (diese Wesen) ihnen den schärfsten Widerspruch entgegenhalten werden: „Ihr seid fürwahr Lügner!“

87. An diesem Tag werden diejenigen (die Gott Teilhaber zur Seite stellten) anbieten, sich Gott zu unterwerfen (was sie aus Hochmut bis dahin stets abzulehnen pflegten), doch was sie zu ersinnen pflegten (an falschen Göttern, um sie neben Gott anzubeten), wird sie im Stich lassen.

88. Jene, die (selbst) ungläubig waren und (andere) Menschen von Gottes Weg abhielten - Wir werden ihrer Bestrafung (noch) Strafe hinzufügen, weil sie Unordnung und Verderben zu stiften pflegten.

89. An diesem Tag werden Wir in jeder Gemeinschaft einen Zeugen aus ihren Reihen erwecken (um Zeugnis) gegen sie (abzulegen, dass ihnen Gottes Religion übermittelt wurde), und Wir werden dich (o Gesandter) als Zeugen gegen jene (die deine Botschaft erreicht hat) herbeibringen. Wir haben dir das Buch herabgesandt als Erklärung für alles (was mit Rechtleitung und Irrtum und mit dem Wissen über Gut und Böse und mit Glückseligkeit und Unglück in beiden Welten zusammenhängt) und als Rechtleitung und Barmherzigkeit und frohe Botschaft für die Muslime (die sich ganz und gar Gott hingegeben haben).

90. Gott gebietet Gerechtigkeit (und die richtige Entscheidung in allen Dingen) und das Bemühen, Gutes zu tun, und Freigebigkeit gegen die Verwandten; und Er verbietet euch Unschicklichkeit, Schlechtigkeit und niederträchtiges Benehmen (weil all dies gegen Religion, Leben, persönliches Eigentum, Keuschheit und einen gesunden Geist und Körper verstößt). Er ermahnt euch (immer wieder), damit ihr nachdenkt und achtsam seid.

91. Und erfüllt das Bündnis Gottes, wenn ihr es eingegangen seid (und haltet alle Verpflichtungen ein, die ihr untereinander im Namen Gottes auf euch genommen habt), und brecht eure Eide nicht, nachdem ihr sie bekräftigt habt; ihr habt fürwahr Gott zu eurem Bürgen gemacht. Wahrlich, Gott weiß um alles, was ihr tut.

92. Und seid nicht wie jene, die ihr Garn, das sie selbst fest gesponnen hat, wieder zu Fasern auflöst und somit (ihre eigenen Bemühungen) zunichte macht - indem ihr eure Eide zum Betrug untereinander verwendet, damit ihr selber eine Gemeinschaft größer an Zahl (an Macht und an anderen weltlichen Dingen) seid als eine andere Gemeinschaft. Gott stellt euch dadurch nur auf die Probe, und am Tag der Auferstehung wird Er euch ganz gewiss verdeutlichen, worüber ihr uneins zu sein pflegtet.

93. Hätte Gott es so gewollt, dann hätte Er euch alle zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht (mit demselben Glauben und derselben Religion), doch Er (hat euch den freien Willen gewährt, mit dem Ergebnis, dass Er) irregehen lässt, wen immer Er will, und rechtleitet, wen immer Er will. Und ihr werdet fürwahr zur Rechenschaft gezogen für das, was ihr zu tun pflegtet.

94. Und macht nicht eure Eide zu einem Mittel des Betrugs und der Vergehen untereinander, damit eure Füße nicht straucheln (auf dem Weg der Rechtleitung), nachdem sie vordem fest gestanden haben (darauf, und damit nicht auch noch andere durch euer Fehlverhalten irregeleitet werden mögen); und ihr würdet die üblen (Folgen dessen) zu kosten bekommen, dass ihr vom Weg Gottes abgehalten habt. Und (im Jenseits) wird es eine gewaltige Strafe für euch geben.

95. Und verkauft nicht das Bündnis mit Gott um einen geringen Preis (wie etwa Ansehen und anderen weltlichen Gewinn). Wahrlich, was bei Gott ist, ist am besten für euch, wenn ihr es nur wüsstet.

96. Was immer bei euch ist, ist vergänglich, doch was bei Gott ist, währt ewig. Wir werden ganz gewiss denjenigen, die standhaft und geduldig sind (in der Befolgung von Gottes Geboten, im Vermeiden von Sünden und beim Ertragen aller Unannehmlichkeiten für Gottes Sache), ihren Lohn entsprechend dem Besten dessen, was sie zu tun pflegten, zuteil werden lassen.

97. Wer immer gut, rechtschaffen handelt, sei es Mann oder Frau, und gläubig ist, dem werden Wir das Leben angenehm machen, und Wir werden solchen wie diesen ganz gewiss ihren Lohn entsprechend dem Besten dessen, was sie zu tun pflegten, zuteil werden lassen.

98. Wenn du also den Koran rezitierst (als rechtschaffene, gute Tat), dann suche Zuflucht bei Gott vor Satan, dem Verworfenen (aus Gottes Barmherzigkeit, wegen seiner üblen Verführungskünste und Einflüsterungen während des Vortrags).

99. Er hat fürwahr keine Macht über jene, die gläubig sind und ihr Vertrauen in ihren Herrn setzen.

100. Seine Macht vermag er wahrlich nur über jene auszuüben, die sich ihn zum Vertrauten erwählen (und nach seinen Einflüsterungen trachten und seine Anweisungen befolgen) und Gott (bei der Anbetung und beim Gehorsam) Teilhaber zur Seite stellen.

101. Wenn Wir eine Offenbarung durch eine andere Offenbarung ersetzen (im Verlauf der Vervollkommnung euer Religion und während Wir Unsere Gnade an euch vollenden) - und Gott weiß am besten, was Er herabsendet -, dann sagen sie: „Du denkst dir das nur aus!“ Doch nein, die meisten von ihnen besitzen kein Wissen.

102. Sage (zu ihnen, o Gesandter): „(Mein Herr bestätigt): ‘Der Geist der Heiligkeit bringt ihn in Abschnitten herab von deinem Herrn in Wahrheit (denn er verkörpert die Wahrheit und es gibt nichts Falsches darin), damit er die bestärke, die gläubig sind (und sie festige in ihrem Glauben und in ihrem standhaften Befolgen von Gottes Weg), und als Rechtleitung und frohe Botschaft für die Muslime (die sich ganz und gar in Gott ergeben haben’.“

103. Wir wissen fürwahr, dass sie sagen: „Es ist wahrlich nur ein Mensch, der ihn lehrt.“ Doch die Sprache desjenigen, den sie ketzerisch bezichtigen, ist fremd, während dieser (der Koran) in ganz deutlicher arabischer Sprache ist.

104. Wahrlich, diejenigen, die nicht an Gottes Offenbarungen glauben (und deshalb fortfahren in ihrem unrechten Handeln) - Gott leitet sie nicht (auf den Weg des echten Wohlergehens), und ihnen wird schmerzliche Strafe zuteil.

105. Nur die ersinnen Lügen, die nicht an Gottes Offenbarungen glauben; und diese sind die Lügner.

106. Wer immer nicht mehr an Gott glaubt, nachdem er geglaubt hatte - außer dem, der unter Zwang steht, während sein Herz fest und voll Zufriedenheit im Glauben ist -, wer also sein Herz bereitwillig dem Unglauben öffnet, über die wird der Zorn Gottes kommen (Er wird sie verdammen), und ihnen wird eine gewaltige Strafe zuteil.

107. Dies, weil sie dem gegenwärtigen, weltlichen Leben den Vorzug gegeben haben anstelle des Jenseits und weil Gott die Menschen, die ungläubig sind, nicht rechtleitet (auf den Weg echten Wohlergehens und des Paradieses):

108. Das sind diejenigen, deren Herzen, Gehör und Augen Gott versiegelt hat, und sie sind es, die unachtsam, nachlässig sind.

109. Ohne Zweifel werden sie im Jenseits diejenigen sein, die zu den ärgsten Verlierern zählen.

110. Doch wird sich dein Herrn ganz gewiss denen voll Gnade zuwenden, die auswandern, nachdem sie (ihres Glaubens wegen) Verfolgungen ausgesetzt waren, und die sich danach mit aller Kraft für Gottes Sache einsetzen und mit Geduld ertragen (was auch immer ihnen zustößt) - wahrlich, als Anerkennung für solches (gutes Handeln) ist dein Herr vergebend, barmherzig.

111. (Seid immer eingedenk) des Tages, wenn jede Seele kommen wird, um für sich selbst Fürsprache einzulegen, und jeder Seele das voll vergolten werden soll, was sie getan hat, und keiner von ihnen Unrecht getan wird.

112. Gott prägt das Gleichnis von einer Stadt, in der Sicherheit und Ruhe herrschte, und zu der ihre Versorgung in reichlichem Maß von überall her kam. Doch sie zeigte Undankbarkeit gegen Gott (ihre Bewohner waren ungläubig und schrieben ihr offensichtliches Wohlergehen anderen als Gott zu und verfielen in die Gewohnheit, Ihm Teilhaber zur Seite zu stellen in ihren Glaubensvorstellungen und ihren Andachtsübungen ebenso wie in ihrem Alltagsleben); da gab ihnen Gott das Gewand des Hungers und der Furcht zu kosten aufgrund dessen, was sie zu treiben pflegten.

113. Denn wahrlich, ein Gesandter aus ihren Reihen war zu ihnen gekommen, doch sie lehnten ihn ab; deshalb erfasste sie die Strafe, während sie Unrecht taten.

114. Darum (o ihr Menschen) genießt das, womit euch Gott versorgt hat, als etwas Reines, Erlaubtes und Bekömmliches, und seid dankbar für Seine Gnade, wenn Er es tatsächlich ist, den ihr anbetet.

115. Er hat euch nur natürlich verendete Tiere und Blut und das Fleisch von Schweinen und das (von Tieren), die im Namen von anderen als Gott geopfert wurden, verboten. Wer jedoch durch eine ernste Notlage gezwungen ist, davon zu essen, und nicht begehrt (was verboten ist) und (die Grenzen des Notwendigen) nicht überschreitet (dem soll es nicht als Sünde angerechnet werden); denn Gott ist wahrlich vergebend, barmherzig.

116. Und verkündet nicht über das, was eure Zungen fälschlicherweise beschreiben: „Dies ist erlaubt, und dies ist verboten“, sodass ihr Gott etwas Erlogenes zuschreibt. Wahrlich, diejenigen, die Gott eine Lüge zuschreiben, denen wird es nicht wohlergehen.

117. (Ihnen fällt nur) ein kurzer Genuss (im Diesseits zu), doch ihnen wird (im Jenseits) eine schmerzliche Strafe zuteil.

118. Und was jene angeht, die Juden sind, so haben Wir ihnen nur das verboten, wovon Wir dir bereits vordem berichtet haben. Nicht Wir haben ihnen Unrecht getan, sondern sie pflegten sich selbst ständig Unrecht zu tun.

119. Doch wahrlich, dein Herr ist - gegen die, die aus Unwissenheit Unrecht tun (indem sie bei einer bestimmten Gelegenheit ihrer Schlechtes gebietenden Seele unterliegen), dies danach aber bereuen (sobald ihnen klar wird, dass das, was sie getan haben, falsch war) und sich in ihrem Vorgehen und Verhalten bessern - wahrlich, dein Herr ist dann vergebend, barmherzig (und gewährt seinen reuevollen Dienern besondere Huld).

120. Abraham war ein vorbildlicher Anführer (dessen Selbstaufgabe zum Wohl seiner Gemeinschaft ihn zu etwas) wie einer Gemeinschaft (machte), aufrichtig gehorsam gegen Gott, als Mann von reinem Glauben (frei von jedem Makel des Unglaubens und der Heuchelei), und er gehörte nicht zu jenen, die Gott Teilhaber zur Seite stellen -

121. Stets dankbar für Seine Gunstbeweise. Er (Gott) erwählte ihn und leitete ihn auf den geraden Weg (damit er ihn selbst befolge und andere dorthin leite):

122. Wir gewährten ihm Gutes in dieser Welt, und im Jenseits wird er fürwahr unter den Rechtschaffenen sein.

123. Danach haben Wir dir (o Gesandter) offenbart: Folge dem Weg Abrahams, der rein war im Glauben (und frei von Unglauben und Heuchelei) und der nie zu denen gehörte, die Gott Teilhaber zur Seite stellen.

124. Der Sabbat wurde nur denen auferlegt, die darin uneins waren (nicht allen Gemeinschaften, die den Weg Abrahams befolgen sollten). Dein Herr wird ganz gewiss am Tag der Auferstehung zwischen ihnen entscheiden über das, worin sie uneins zu sein pflegten.

125. Rufe auf zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und diskutiere mit ihnen auf die bestmögliche Weise. Dein Herr kennt gewiss die am besten, die von Seinem Weg abgeirrt sind, und Er kennt die am besten, die sich rechtleiten lassen.

126. Wenn ihr euch gegen ein Unrecht zur Wehr setzen müsst, dann setzt euch (nur) in dem Maße zur Wehr, wie euch Unrecht getan wurde; wenn ihr es jedoch geduldig hinnehmt, so ist dies wahrlich besser für die Geduldigen.

127. Sei geduldig; deine Geduld bringst du nur Gott zuliebe auf, und sie ist auf Gottes Hilfe zurückzuführen; und sei nicht betrübt über sie (aufgrund ihrer Haltung gegenüber deiner Botschaft), und sei nicht bekümmert wegen der Pläne, die sie schmieden.

128. Gott ist wahrlich mit denjenigen, die sich hüten vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm und in Frömmigkeit, und mit denen, die sich eifrig darum bemühen, Gutes zu tun, und sich bewusst sind, dass Gott sie sieht.

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