AL-ANFĀL

Sure 8

DIE BEUTE

offenbart in Medina

Diese Sure wurde in Medina offenbart, unmittelbar nach der Schlacht von Badr, der ersten größeren Konfrontation zwischen den Muslimen aus Medina und den Götzenanbetern aus Mekka. Das Wortanfālerscheint im ersten Vers und bedeutet „Zuschlag“ oder „Zusatz“, doch hier steht es für Kriegsbeute. Die

Sure beschäftigt sich hauptsächlich mit der Schlacht von Badr und den Lehren, die daraus zu ziehen sind. Ferner werden die Gläubigen in Themen wie Dschihad, Hidschra (die Auswanderung für die Sache Gottes), Kriegsrecht, Verträge, Kriegsbeute, Geduld, gegenseitige Hilfeleistung, Solidarität und Vertrauen in Gott unterwiesen.

IM NAMEN Gottes, DES ERBARMERS, DES BARMHERZIGEN!

1. Sie (die Gläubigen) befragen dich über die Kriegsbeute. Sprich: „Die Kriegsbeute gehört Gott und dem Gesandten (und sie verteilen sie, wie es ihnen gefällt).“ Deshalb hütet euch vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm und in Frömmigkeit; und bringt die Dinge unter euch in Ordnung, damit es nicht zu Uneinigkeit kommt; und gehorcht Gott und Seinem Gesandten, wenn ihr wahre Gläubige seid.

2. Die wahren Gläubigen sind nur jene, deren Herzen in Ehrfurcht erzittern, wenn Gott erwähnt wird; und wenn ihnen Seine Offenbarungen vorgetragen werden, dann bestärkt es sie in ihrem Glauben, und sie setzen ihr Vertrauen in ihren Herrn.

3. Sie verrichten das Gebet in Übereinstimmung mit seinen Vorschriften, und von dem, womit immer Wir sie versorgt haben (sei es Reichtum, Wissen, Macht und so weiter), spenden sie (um für die Bedürftigen zu sorgen und für die Sache Gottes, nur um Gottes Wohlgefallen zu erlangen und ohne anderen dadurch eine Dankesschuld aufzuerlegen).

4. Diese (Vorzüglichen) sind es, die wahre Gläubige sind. Sie nehmen Rangstufen bei ihrem Herrn ein (die ihnen eine nach der anderen gewährt werden), und für sie ist Vergebung (die ihnen unvorhergesehenen Segen bringt) und eine großzügige, ehrenvolle Versorgung.

5. So ließ dein Herr dich also aus deinem Haus heraustreten für eine ehrenvolle Sache (für die Er bereits bestimmt hatte, dass sie verwirklicht werde); und doch war einigen von den Gläubigen zuwider (welchen Verlauf die Ereignisse nahmen).

6. Sie streiten mit dir über die Wahrheit (und Richtigkeit der Angelegenheit, für die Gott bereits bestimmt hatte, dass sie verwirklicht werde), selbst nachdem sie (die Richtung, die die Entwicklung nehmen würde) deutlich gemacht worden war, als ob sie offenen Auges in den Tod getrieben werden sollten.

7. Selbst als Gott euch versprochen hatte, dass eine der beiden Scharen (die Handelskarawane und die heranrückende mekkanische Armee) euch zufallen sollte, da wünschtet ihr euch doch, dass jene, die weder über Macht noch über Waffen verfügte, euch in die Hände fallen möge - Gott jedoch wollte beweisen, dass sich die Wahrheit durch Seine Entscheidung bestätigt und Er sie obsiegen lässt, und Er wollte den Ungläubigen den Boden unter den Füßen entziehen (indem Er ihre Anführer sterben ließ).

8. (Er wollte es so) damit Er beweise, dass sich die Wahrheit bestätigt und Er sie obsiegen lässt, und damit sich das Falsche als falsch erweist, auch wenn es den ungläubigen Sündern noch so sehr zuwider sein sollte.

9. Als ihr euren Herrn um Hilfe anflehtet und Er euch antwortete: „Ich werde euch mit tausend Engeln unterstützen, die Schar auf Schar hintereinander anrücken.“

10. Gott machte dies nur zu einer frohen Botschaft (von eurem bevorstehenden Sieg) und um eure Herzen dadurch zu beruhigen. Und Hilfe und Sieg kommen von niemand anderem als Gott. Wahrlich, Gott ist ruhmreich, von unwiderstehlicher Macht, weise.

11. Als Er (zu der Zeit, da ihr am dringendsten des Mutes bedurftet) einen Schlummer euch einhüllen ließ, um euch Sicherheit von Sich zu geben, und vom Himmel Regenwasser auf euch niedersandte, um euch damit zu reinigen (von allen tatsächlichen und rituellen Unreinheiten, indem Er euch ermöglichte, die kleine oder große Waschung vorzunehmen), und die besudelnden EinflüsterungenSatans von euch hinwegnahm, um eure Herzen standhaft zu machen und eure Schritte zu festigen.

12. Als euer Herr (in der Zwischenzeit) den Engeln eingab: „Ich bin gewiss mit euch, so festigt die Füße jener, die glauben. Ich werde Schrecken in die Herzen derjenigen schleudern, die ungläubig sind. So schlagt sie auf ihre Nacken, und schlagt auf jeden ihrer Finger (der ein Schwert oder einen Bogen hält).

13. Tut dies, weil sie sich Gott und Seinem Gesandten widersetzt haben.“ Wer immer sich Gott und Seinem Gesandten widersetzt (das sollen alle wissen, dass) Gott (dann) streng im Strafen ist.

14. Das ist (was ihr verdient, o ihr Feinde Gottes), so kostet es nun aus, und (jedermann soll wissen, dass) für die Ungläubigen auch die Strafe des Feuers bestimmt ist.

15. O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr in der Schlacht mit denen zusammentrefft, die ungläubig sind, dann kehrt ihnen nicht den Rücken, indem ihr die Flucht ergreift.

16. Denn wer auch immer ihnen den Rücken zukehrt am Tag eines solchen Zusammentreffens - es sei denn in einer taktischen Kriegslist, um sich abermals in den Kampf zu begeben oder einer anderen Truppe von Gläubigen anzuschließen (oder um eine Stellung gegen eine weitere feindliche Schar einzunehmen) -, der hat fürwahr Gottes Unwillen auf sich gezogen, und seine letztendliche Zufluchtstätte ist das Feuer; was für ein schlimmer Bestimmungsort wird damit erreicht!

17. Nicht ihr selbst (o ihr Gläubigen) habt sie (während der Schlacht) getötet, sondern Gott hat ihren Tod herbeigeführt; und als du (o Gesandter, zu Beginn der Schlacht mit Sand nach ihnen) warfst, da warst nicht du es, der warf, sondern Gott warf. (Dies alles tat Er) um die Gläubigen auf die Probe zu stellen durch eine angemessene Prüfung von Sich (damit sie ihr Ziel erreichen konnten und wissen sollten, dass der Sieg von Gott kommt). Wahrlich, Gott ist hörend, wissend.

18. Das ist (wie Er euch behandelt) und (so möge denn jedermann wissen, dass) es Gott ist, der die heimtückischen Pläne der Ungläubigen zunichte macht.

19. Wenn ihr (o ihr Ungläubigen) eine Entscheidung sucht (durch den Kampf, um zu sehen, welche Gruppe im Recht ist), dann ist wahrlich eine Entscheidung bereits zu euch gekommen. Wenn ihr (die Feindseligkeiten gegen die Gläubigen) einstellt, dann ist das zu eurem Besten. Nehmt ihr jedoch (die Feindseligkeiten) wieder auf, dann werden auch Wir das wieder aufnehmen (was Wir euch in der Schlacht angetan haben). Und eure große Schar wird euch nicht das Geringste nützen, so zahlreich sie auch sein mag, und (alle sollen wissen) dass Gott mit den Gläubigen ist.

20. O ihr, die ihr glaubt! Gehorcht Gott und Seinem Gesandten, und wendet euch nicht von ihm ab, wenn ihr (von ihm Gottes Offenbarungen) zu hören bekommt.

21. Und seid nicht wie jene, die sagen: „Wir hören“, doch in Wirklichkeit hören sie gar nicht zu.

22. Wahrlich, die schlimmsten unter allen lebenden Geschöpfen sind vor Gottes Angesicht jene, die taub und stumm sind, die nicht nachdenken und nicht begreifen wollen.

23. Und wenn Gott irgendetwas Gutes in ihnen vorgefunden hätte, hätte Er sie gewiss hörend gemacht, doch (so wie sie sind) hätten sie sich gewiss, selbst wenn Er sie hörend gemacht hätte, in Abscheu abgewandt.

24. O ihr, die ihr glaubt! Hört auf Gott und den Gesandten, wenn euch der Gesandte (im Namen Gottes) zu dem aufruft, was euch Leben gibt; und wisset wohl, dass Gott zwischen den Menschen und sein Herz „tritt“ (um das Herz zum Abschweifen zu bringen) und dass Er es ist, zu dem ihr versammelt werdet.

25. Und seht euch vor und hütet euch vor einer Versuchung, die gewiss nicht nur diejenigen von euch treffen wird, die unrecht handeln, und wisset, dass Gott streng ist im Strafen.

26. Und erinnert euch (voll Dankbarkeit) daran, als ihr nur wenige wart und für schwach gehalten und unterdrückt wurdet im Land, und fürchtetet, dass die Menschen euch verschleppen könnten. Da gewährte Er euch Obdach, stärkte euch mit Seiner Hilfe und ließ euch Versorgung zuteil werden aus den reinen, bekömmlichen Dingen, damit ihr (Ihm von ganzem Herzen) dankbar sein möget (und sowohl in Worten wie in Taten darum bemüht, Seine Gebote einzuhalten).

27. O ihr, die ihr glaubt! Handelt nicht trügerisch gegen Gott und Seinen Gesandten, und veruntreut nicht das euch Anvertraute, wo ihr doch wisst (was es bedeutet, wenn ihr das tut).

28. Wisset, dass euer Eigentum und eure Kinder nichts anderes als eine Prüfung (und eine Versuchung) sind und dass es Gott ist, bei dem gewaltiger Lohn ist.

29. O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr euch hütet vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm und in Frömmigkeit, um Seinen Schutz zu verdienen, dann wird Er euch ein Merkmal (in euren Herzen zur Unterscheidung zwischen Wahrheit und Falschheit und zwischen Recht und Unrecht) gewähren und eure üblen Taten bei euch bedecken und euch vergeben. Gott ist von überwältigender Gnade und Huld.

30. Und (erinnere dich, o Gesandter) als diejenigen, die ungläubig waren, heimtückische Pläne gegen dich ausheckten, um dich gefangen zu nehmen oder zu töten oder dich (aus Mekka) zu vertreiben. So schmiedeten sie Pläne, aber Gott setzte Seinen Willen in die Tat um (und machte all ihr Planen hinfällig). Gott will das, was am besten ist (für Seine gläubigen Diener) und sorgt dafür, dass Sein Wille verwirklicht wird.

31. Wenn ihnen Unsere Offenbarungen vorgetragen werden, sagen sie: „Wir haben (Ähnliches wie dieses schon vordem viele Male) gehört; wenn wir wollten, könnten wir auch so etwas sagen; das sind nichts anderes als Fabeln der Alten.“

32. Und als sie (sogar dieses) sagten: „O Gott! Wenn dies tatsächlich die Wahrheit von Dir ist, dann lass Steine vom Himmel auf uns herniederregnen oder lass eine andere schmerzliche Strafe über uns kommen.“

33. Doch es war nicht (die Absicht) Gottes, sie zu bestrafen, solange du unter ihnen weiltest; und es ist auch nicht (die Absicht) Gottes, sie (oder andere Menschen) zu bestrafen, solange sie um Vergebung für ihre Sünden bitten.

34. Was für einen Einspruch könnten sie geltend machen, dass Gott sie nicht bestrafen sollte, wo sie doch (die Gläubigen) von der Heiligen Moschee abhalten, obwohl es ihnen nicht zusteht, sie zu besitzen und beschützen. Ihre rechtmäßigen, wahren Beschützer sind nur die Frommen, die sich hüten vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm, aber die meisten von ihnen (jenen Ungläubigen) wissen es nicht.

35. Ihr Gebet bei dem Haus (in der Heiligen Moschee) ist nichts anderes als Pfeifen und Händeklatschen. So kostet denn die Strafe dafür, dass ihr hartnäckig am Unglauben festhieltet.

36. Jene, die hartnäckig am Unglauben festhalten, geben ihr Vermögen aus, um vom Weg Gottes abzuhalten. Sie werden fortfahren, es auf diese Weise auszugeben, bis sie deswegen in gramvolle Reue und Angst verfallen und dann überwältigt werden. Jene, die hartnäckig am Unglauben festhalten, werden schließlich in der Hölle versammelt werden.

37. So unterscheidet Gott die Verdorbenen von den Lauteren und häuft all jene, die verdorben sind, einen auf den anderen, und lässt sie in die Hölle eingehen. Sie sind fürwahr die Verlierer.

38. Sage zu denen, die hartnäckig am Unglauben festhalten, wenn sie (jetzt selbst) aufhören (ungläubig zu sein und andere daran zu hindern, sich dem Islam anzuschließen), wird ihnen vergeben, was bereits geschehen ist; wenn sie jedoch (erneut auf ihre Feindseligkeiten) zurückgreifen, dann haben sie in dem, was mit den früheren Völkern geschehen ist, deutlich vor Augen (was ihnen widerfahren muss).

39. Und (wenn sie trotzdem hartnäckig am Unglauben und an den Feindseligkeiten festhalten, dann) kämpft gegen sie, bis es keine Unordnung und keine Unterdrückung mehr gibt, die aus der Auflehnung gegen Gott hervorgeht, und die Religion in ihrer Gesamtheit (die ausschließliche Verfügungsgewalt über die Lebensweise) als von Gott allein ausgehend (anerkannt wird). Wenn sie aber aufhören (hartnäckig am Unglauben festzuhalten und die Feindseligkeiten gegen die Gläubigen fortzusetzen), dann sieht Gott wahrlich sehr wohl, was sie tun.

40. Wenn sie allerdings ihren eigenen Weg weiterverfolgen, dann wisset, dass Gott euer Eigner und Beschützer ist. Was für ein herrlicher Beschützer und Eigner ist Er, und was für ein wunderbarer Helfer!

41. Und wisset, dass von dem, was immer ihr an Kriegsbeute an euch bringen könnt, ein Fünftel Gott gehört sowie dem Gesandten und den nahen Verwandten, den Waisen und den Bedürftigen und dem Reisenden (dem es an den nötigen Geldmitteln für seine Reise fehlt).

42. (Erinnert euch des Tages) als ihr am näher gelegenen Ausgang des Tals (von Badr, also auf der Seite von Medina) wart, und sie waren am fernen Ausgang, und die Karawane befand sich unten (auf der Küstenebene). Wenn ihr unter solchen Umständen eine Verabredung miteinander getroffen hättet, um im Kampf aufeinander zu treffen, wäre es euch wahrlich nicht möglich gewesen, die Verabredung einzuhalten. Doch (Gott ließ euch unter diesen Umständen im Kampf aufeinander treffen) damit Gott einen Ratschluss erfülle, den Er bereits festgelegt hatte, sodass der, der umkam, aufgrund eines klaren Beweises umkommen sollte (weil er wegen des befolgten falschen Weges verdiente umzukommen), und der, der überlebte, aufgrund eines klaren Beweises überleben sollte (weil er wegen seiner Hingabe an die Wahrheit verdiente zu überleben). Fürwahr, Gott ist hörend, wissend.

43. (Und erinnere dich, o Gesandter) als Gott sie dir in deinem Traum gering an Zahl erscheinen ließ. Wenn Er sie dir als viele hätte erscheinen lassen (wie sie es in Wirklichkeit waren), dann hättet ihr (o ihr Gläubigen) den Mut verloren und wärt in Uneinigkeit miteinander geraten über die ganze Sache. Doch Gott bewahrte (euch davor). Gott hat wahrlich volle Kenntnis von dem, was in den Herzen verborgen ist.

44. Und (erinnert euch) da Er sie euch gering an Zahl erscheinen ließ, als ihr im Kampf aufeinander traft, geradeso wie Er euch in ihren Augen gering an Zahl erscheinen ließ, damit Gott einen Ratschluss erfülle, den Er bereits festgelegt hatte. Und zu Gott werden alle Angelegenheiten letztendlich zurückgebracht (und was immer Er will, geschieht).

45. O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr im Kampf auf eine Streitmacht trefft, dann seid standhaft, und erinnert euch gar oft an Gott, und erwähnt Ihn häufig, damit ihr erfolgreich sein möget.

46. Und gehorcht Gott und Seinem Gesandten, und streitet nicht miteinander, damit ihr nicht den Mut verliert und eure Kraft und Ausdauer euch verlässt, und bleibt geduldig; wahrlich, Gott ist mit den Geduldigen.

47. Seid nicht wie jene (Ungläubigen), die ihre Häuser in Überheblichkeit daherstolzierend verließen, um vor den Menschen zu prahlen und (andere) vom Pfad Gottes abzuhalten. Und Gott umfängt sehr wohl (mit Seinem Wissen und Seiner Macht) alles, was sie tun.

48. Satan ließ ihnen ihr Tun anziehend erscheinen und sagte: „Heute kann euch niemand von den Menschen (mit seiner Kraft) überwinden, und ich bin wahrlich euer Helfer.“ Doch als die beiden Streitmächte sich von Angesicht zu Angesicht gegenüberstanden, da machte er auf seinen Fersen kehrt, um davonzulaufen, und sprach: „Fürwahr, ich sage mich von euch los; ich sehe wahrlich das, was ihr nicht seht. In der Tat, ich fürchte Gott.“ Und Gott ist streng im Vergelten.

49. Und (gedenkt) als die Heuchler und jene, in deren Herzen eine Krankheit ist (die die Quellen ihres geistigen Lebens austrocknet, von den Gläubigen), sagten: „Ihre Religion hat diese (Menschen) irregeführt.“ Doch wer auch immer sein Vertrauen in Gott setzt, so ist Gott ruhmreich, von unwiderstehlicher Macht, weise.

50. Wenn du nur sehen könntest, wie es sein wird, wenn die Engel die Seelen jener, die ungläubig sind, hinwegnehmen, indem sie ihnen in die Gesichter und auf die Rücken schlagen (und sagen): „Kostet die Strafe des versengenden Feuers,

51. Dies wegen (der schlimmen Taten), die ihr mit euren eigenen Händen vorausgeschickt habt, denn niemals fügt Gott den Dienern das geringste Unrecht zu.“

52. Geradeso wie das, was den Anhängern (dem Hof und der militärischen Führungsschicht) des Pharaos und jenen, die vor ihm waren, widerfuhr: Sie glaubten nicht an Gottes Offenbarung, deshalb ergriff Gott sie ihrer Sünden wegen. Wahrlich, Gott ist voll der Macht, streng im Vergelten.

53. Dies (geschah) weil Gott niemals die Gnade ändern würde, die Er einem Volk zuteil werden ließ, sofern sie nicht das ändern, was in ihnen selbst ist (ihre Glaubensvorstellungen, ihre Lebensweise, ihre Weltanschauung und ihre Ergebung in die Gesetze Gottes, wie sie sich in der Religion und in der Schöpfung, im Leben und im Fortbestand des Universums zeigen). Und Gott ist fürwahr hörend, wissend.

54. Geradeso wie das, was dem Hof und der militärischen Führungsschicht des Pharaos sowie denen, die vor ihnen waren, widerfuhr: Sie verwarfen die Zeichen ihres Herrn als Lüge, und so gaben Wir sie ihrer Sünden wegen dem Untergang preis und ließen den Hof und die militärische Führungsschicht des Pharaos ertrinken. All jene Völker (die in der Vergangenheit vernichtet wurden) waren Sünder (weil sie sich gegen ihren Herrn auflehnten, die Menschen unterdrückten und sich so selbst Unrecht taten).

55. Wahrlich, die schlimmsten unter den Lebewesen vor Gottes Angesicht sind jene, die so tief im Unglauben verwurzelt sind, dass sie nicht glauben können.

56. Jene von ihnen, mit denen du ein Bündnis geschlossen hast und die bei jeder Gelegenheit ihr Bündnis brechen, ohne Gott zu fürchten.

57. Wenn du im Kampf auf sie triffst, dann behandle sie so, dass du jene hinter ihnen vertreibst (die ihnen folgen, und jene, die nach ihnen kommen werden), damit sie sich ermahnen lassen und nachdenken mögen.

58. Und wenn du gewichtige Gründe hast, Verrat zu befürchten durch Menschen (mit denen du ein Bündnis geschlossen hast), dann verwirf es (indem du öffentlich erklärst, bevor du Maßnahmen gegen sie ergreifst, dass du das Bündnis aufgelöst hast), damit beide Vertragsparteien über seine Beendigung unterrichtet sind. Wahrlich, Gott liebt nicht die Verräter.

59. Und lass nicht jene, die ungläubig sind, jemals meinen, dass sie die Oberhand über die Gläubigen gewinnen oder auf sonst eine Weise Unserer Strafe entkommen können. Sie können sich keinesfalls Unserem Willen entziehen.

60. (Ihr Gläubigen) rüstet gegen sie, was immer ihr könnt an Kampfkraft und (für den Krieg) vorgesehenen berittenen Truppen, um damit den Feinden Gottes und euren Feinden und anderen außer ihnen, von denen (und deren Feindseligkeit) ihr gar nichts wisst, Schrecken einzujagen. Gott weiß um sie (und ihre Feindseligkeit). Was immer ihr für die Sache Gottes ausgebt, das soll euch voll zurückerstattet werden, und euch soll kein Unrecht zugefügt werden.

61. Und wenn sie (die Feinde) zum Frieden geneigt sind, dann sei auch du dazu geneigt, und setze dein Vertrauen in Gott. Fürwahr, Er ist der Hörende, der Wissende.

62. Und wenn sie (dabei nichts anderes) im Sinn haben, als dich (o Gesandter) zu betrügen, so soll Gott dir wahrlich genügen. Er ist es, der dich mit Seiner Hilfe und durch die Gläubigen gestärkt hat.

63. Er hat ihre (der Gläubigen) Herzen vereint. Hättest du auch alles, was auf Erden ist, hingegeben, so hättest du doch nicht ihre Herzen vereinen können, doch Gott hat sie vereint. Wahrlich, Er ist ruhmreich, von unwiderstehlicher Macht, weise.

64. O (du erhabenster) Prophet! Gott soll dir genügen, ebenso wie die Gläubigen, die dir folgen.

65. O (du erhabenster) Prophet! Sporne die Gläubigen zum Kampf an. Wenn es 20 unter euch gibt, die geduldig sind, dann werden sie 200 überwältigen; und wenn es 100 unter euch gibt, dann werden sie Tausend von denen überwältigen, die ungläubig sind, weil sie (die Ungläubigen) Menschen sind, die nicht nachdenken und danach streben, den Dingen auf den Grund zu gehen, um die Wahrheit zu begreifen.

66. Jetzt aber (wo es euch an der nötigen Ausrüstung und Übung fehlt) hat Gott eure Last erleichtert, denn Er weiß ja um eure Schwäche. Wenn es also unter euch einhundert gibt, die willensstark und standhaft sind, dann werden sie zweihundert überwältigen; und wenn es tausend unter euch gibt, dann werden sie mit Gottes Ermächtigung zweitausend überwältigen. Gott ist mit den Geduldigen.

67. Es steht einem Propheten nicht an, dass er Kriegsgefangene hat, ehe er die Feinde im Land nicht weitgehend niedergekämpft hat. Ihr (o ihr Gläubigen) wünscht euch die vergänglichen Glücksgüter des gegenwärtigen, irdischen Lebens. Doch Gott wünscht Sich, dass das Jenseits für euch sei. Gott ist ruhmreich, von unwiderstehlicher Macht, weise.

68. Und wenn nicht vordem eine Entscheidung Gottes ergangen wäre (darüber, dass Kriegsbeute gesetzlich erlaubt ist und dass Kriegsgefangene gegen Lösegeld freigelassen werden können), dann hätte euch fürwahr eine gewaltige Strafe für das erfasst, was ihr entgegengenommen habt (die Kriegsbeute sowie die Kriegsgefangenen, die ihr in Erwartung des Lösegelds gemacht habt, bevor die Macht der Feinde im Land ausreichend niedergekämpft und gebrochen worden war).

69. (Doch da eine solche Entscheidung bereits ergangen war) so genießt als gesetzlich erlaubt, rein und zuträglich, was ihr erlangt habt (an Kriegsbeute und Lösegeld); und hütet euch vor Ungehorsam gegen Gott in allem, was ihr tut. Wahrlich, Gott ist vergebend, barmherzig (insbesondere gegen Seine gläubigen, frommen Diener).

70. O (du erhabenster) Prophet! Sage zu denen, die als Kriegsgefangene in euren Händen sind: „Wenn Gott um Gutes in euren Herzen weiß (irgendeine Bereitschaft, zu glauben und zur Ergebenheit in Gott), dann wird Er euch etwas Besseres geben als das, was euch genommen worden ist, und Er wird euch vergeben.“ Gott ist vergebend, barmherzig (insbesondere gegen Seine Diener, die sich Ihm in Reue zuwenden).

71. Doch wenn sie versuchen, dich (o Prophet) zu betrügen - so waren sie ja bereits vordem unaufrichtig gegen Gott (und was dabei herauskam, ist nun deutlich zu sehen): Gott hat euch Macht über sie gegeben. Gott ist wissend, weise.

72. Jene, die geglaubt haben und ausgewandert sind (zur Heimstätte des Islams) und sich mit aller Kraft und ihrem Vermögen und ihrem Leben eingesetzt haben für die Sache Gottes, und jene, die (ihnen) Zuflucht gewährt und geholfen haben - diese (vorzüglichen Menschen) sind einander Freunde und Beschützer und können voneinander erben. Jene aber, die glauben, jedoch nicht ausgewandert sind - ihr schuldet ihnen keinen Schutz, ehe sie nicht ausgewandert sind, und es ist gesetzlich nicht erlaubt, dass ihr voneinander erbt. Bitten sie euch jedoch in religiösen Angelegenheiten um Hilfe, dann ist es eure Pflicht, ihnen Hilfe zur Verfügung zu stellen, außer wenn es sich um Menschen handelt, zwischen denen und euch ein Bündnis besteht. Gott sieht sehr wohl, was ihr tut.

73. Jene, die ungläubig sind - sie sind einander Freunde und Beschützer (insbesondere gegen euch). Wenn ihr nicht ebenso vorgeht (das heißt, den Zusammenhalt unter den Gläubigen aufrechterhaltet), dann wird es Aufruhr und großes Unheil auf Erden geben.

74. Jene, die geglaubt haben und ausgewandert sind (zur Heimstätte des Islams) und sich mit aller Kraft und ihrem Vermögen und ihrem Leben eingesetzt haben für die Sache Gottes, und jene, die (ihnen) Zuflucht gewährt und geholfen haben - diese (vorzüglichen Menschen) sind die wahren Gläubigen. Ihnen wird Vergebung (die ihnen unerwartete Gnadenfülle bringt) und eine ehrenvolle, großzügige Versorgung zuteil.

75. Und diejenigen, die gläubig werden (nachdem der Prophet ausgewandert ist) und auswandern und sich mit aller Kraft gemeinsam mit euch einsetzen, die gehören ebenfalls zu euch. Und die Blutsverwandten stehen einander noch näher, entsprechend der Anweisung Gottes (hinsichtlich des Erbrechts). Wahrlich, Gott hat volle Kenntnis von allen Dingen.

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