Selbstdisziplin und die Aufforderung an die Seele, tugendhaft zu sein, bescheren uns Glück in dieser und der kommenden Welt.

Über den Glauben und die Anbetung einerseits und spirituelle, moralische und intellektuelle Prinzipien andererseits unterweist uns der Islam auf bestmögliche Art und Weise. Darüber hinaus setzt er seine sozio-ökonomischen Prinzipien ein, um eine ideale Gesellschaft zu formen, in der es keine Unstimmigkeiten, Korruption, Betrug, Unterdrückung, Anarchie und Terror gibt - eine Gesellschaft, die jedem Individuum gestattet, in dieser und in der kommenden Welt sein Glück zu finden.

Ein Leben, das der Religion und dem Dienst an Gott gewidmet ist, akzeptiert Recht an Stelle von Gewalt als tragende Säule des Gemeinschaftslebens. Ein solches Leben impliziert, dass das Ziel des individuellen und sozialen Lebens im Erwerb von Tugenden und in der Anerkennung Gottes, nicht aber in der Verwirklichung egoistischer Interessen liegt. Erreicht werden soll dieses Ziel im Übrigen durch gegenseitige Unterstützung, und nicht durch Konflikte. Ein solches Leben stellt die Einheit nach innen und nach außen in den Mittelpunkt, die es durch eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen Religionen, Berufsgruppen und Länder schaffen möchte. Rassismus und negativen Nationalismus lehnt es ab. Außerdem errichtet ein solches Leben Barrieren gegen weltliche Begierden und ermutigt uns, nach Vollkommenheit zu streben, indem wir unsere Seele dazu drängen, erhabene Ziele zu verfolgen. Recht verlangt nach Einheit, Tugend führt zu Solidarität, und gegenseitige Unterstützung bedeutet, den Mitmenschen zu helfen. Die Religion garantiert Geschwisterlichkeit und Vertrauen. Selbstdisziplin und die Aufforderung an die Seele, tugendhaft zu sein, bescheren uns Glück in dieser und der kommenden Welt.

(Aus: „Leben im Lichte des Islam, 2005“)

Letzte Änderung am 25.11.2014
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