Die Moschee ist der Ort, an dem die Muslime sich versammeln und beten.

Das türkische Wort für Moschee lautet Cami (Dschâmi gesprochen), das arabische Masdschid oder ebenfalls Dschâmi. Die Moschee ist der Ort, an dem die Muslime sich versammeln und beten. Besonders den von Arabern und Türken erbauten großen Moscheen waren auch oft soziale Einrichtungen wie Schulen, Restaurants, Bäder (Hamams) und Bibliotheken in Form von Stiftungen angegliedert.

Die erste Moschee wurde unmittelbar nach der Hidschra, der Auswanderung des Propheten Muhammad von Mekka nach Medina, in Quba gebaut. Die Muslime haben drei heilige Moscheen:

  1. Die Masdschidu l-aqsâ (die Ferne Moschee) steht in Jerusalem auf dem Platz, von dem die Himmelsreise des Propheten Muhammad ihren Ausgang genommen hat.
  2. Im Zentrum des Hofes der Masdschidu l-harâm (der Heiligen Moschee) in Mekka befindet sich die Kaaba, das wichtigste Heiligtum des Islams.
  3. Beim Bau der dritten heiligen Moschee, der Masdschidu n-nabawî (der Moschee des Propheten) in Medina halfen der Prophet Muhammad und seine Gefährten selbst mit. Diese Moschee, die im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut wurde, umschließt heute auch das Grab des Propheten.

Das Innere einer jeden Moschee ist reich geschmückt und mit traditionellen islamischen Mustern verziert. Eine Moschee verfügt in der Regel über:

  1. einen Mihrâb, eine Gebetsnische, die in die Wand der Moschee eingelassen ist. Sie zeigt den Muslimen die Gebetsrichtung (Qibla) an. Muslime wenden sich in ihrem Gebet immer der Kaaba in Mekka zu;
  2. einen Minbar, eine wenige Stufen über dem Boden befindliche Kanzel, von der aus beim Freitagsgebet und bei den Festgebeten nach dem Vorbild des Propheten Ansprachen gehalten werden,
  3. ein Minarett, von dem aus der Muezzin zum Gebet ruft,
  4. ein Brunnen für die obligatorischen Waschungen.

Neben der Gebetsnische befinden sich oft Tafeln mit folgenden Namen: Gott, Abu Bakr, Uthman und Hasan auf der rechten Seite; Muhammad, Umar, Ali und Husayn auf der linken Seite. Diese acht Namen werden in arabischer Schrift dargestellt. Abu Bakr, Umar, Uthman und Ali wurden nach dem Tod des Propheten dessen rechtschaffene Nachfolger. Hasan und Husayn sind die Söhne Alis und damit die Enkelkinder des Propheten Muhammad.

Der Boden der Moscheen ist im Allgemeinen mit Matten oder Teppichen ausgelegt. Vor dem Eintreten zieht man sich die Schuhe aus, damit kein Schmutz von draußen die Moschee verunreinigt. Fächer oder Ablagen zur Aufbewahrung der Schuhe stehen bereit. Beim Gebet wird großer Wert auf Reinlichkeit gelegt; daher findet man in den meisten Moscheen auch Waschgelegenheiten vor.

O ihr, die ihr glaubt! Wenn der Ruf zum Gebet am Freitag ertönt, dann eilt herbei zum Gedenken Gottes (indem ihr der Ansprache zuhört und das Gebet verrichtet), und lasst euren Handel ruhen. (62:9)

Letzte Änderung am 03.01.2015
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