Alle religiösen Festtage richten sich weiterhin nach dem islamischen Kalender. Der erste Tag des islamischen (Hidschrî-) Kalenders war der 1. Muharram des Jahres, in dem der Prophet Muhammad von Mekka nach Medina emigrierte.

Der islamische Kalender wurde im Jahr 638 n. Chr. vom zweiten Kalifen Umar eingeführt. Er basiert auf dem „Mondjahr“, das aus zwölf synodischen Monaten besteht. Ein synodischer Monat entspricht der Zeitspanne von einem bis zum nächsten Hilâl (Neumond), d.h. 29,5306 Tagen. Damit hat das islamische Jahr rechnerisch 354,367 Tage (29,5306 x 12). Daraus ergibt sich eine Monatslänge von 29 oder 30 Tagen, abhängig vom Sichtungszeitpunkt. Der islamische Kalendertag beginnt und endet mit dem Sonnenuntergang.

Der erste Tag des islamischen (Hidschrî-) Kalenders war der 1. Muharram des Jahres, in dem der Prophet von Mekka nach Medina emigrierte. Dort wurden ihm unter anderem auch Weisungen offenbart, die die künftige Berechnung der Zeit betrafen:

Er ist es, der die Sonne zu einer strahlenden, erhellenden Leuchte und den Mond zu einem widerscheinenden Licht gemacht hat und ihnen Phasen bestimmt hat, damit ihr wissen möget, (wie) die Anzahl der Jahre (zu berechnen) und (die Zeit) zu messen ist. (10:5)

Gegenüber dem Sonnenjahr des gregorianischen Kalenders verschiebt sich das Mondjahr des islamischen Kalenders alljährlich um elf Tage nach vorne, da es 10,875 Tage kürzer ist. Für die Umrechnung von Jahreszahlen des islamischen bzw. gregorianischen Kalenders kann man folgende Formel verwenden, wobei C den Jahren nach Christus, H den Jahren nach der Hidschra entspricht:

C = H x 32/33 + 622

H = (C-622) x 33/32

Die Tatsache, dass heute auch die meisten islamischen Länder auf den gregorianischen Kalender zurückgreifen, liegt darin begründet, dass dieser für Wirtschaft und Verwaltung leichter zu kalkulieren ist. Termine und Daten, die an bestimmte Jahreszeiten gebunden sind, müssen nach dem gregorianischen Kalender nicht ständig neu berechnet werden. Nichtsdestotrotz richten sich aber weiterhin alle religiösen Festtage nach dem islamischen Kalender.

Die Monate des islamischen Kalenders lauten im Einzelnen:

  1. Muharram (Muharram)
  2. Safar (Safar)
  3. Rabi I            (Rabî’u l-awwal)
  4. Rabi II (Rabî’u th-thânî)
  5. Dschumada (Dschumadu l-ûla)
  6. Dschumada II (Dschumadu th-thânî)
  7. Radschab (Radschab)
  8. Scha’ban (Scha’bân)
  9. Ramadan (Ramadân)
  10. Schawwal (Schawwâl)
  11. Dhu l-Qa’da (Dhû l-qa’da)
  12. Dhu l-Hidscha (Dhû l-hidscha)

Quelle: Mertek, Muhammet (2012), Der Islam: Glaube, Leben, Geschichte, INID/Hamm. 

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