Der erste Kalif der Dynastie der Umayyaden war Mu’awiya. Mit ihm wurde Damaskus 661 zum Zentrum der islamischen Welt. In seiner Herrschaftszeit wurden Nordafrika und das Gebiet des heutigen Afghanistan und Usbekistan erobert. Das Kalifat entwickelte sich zu einer Herrschaftsform der Erbfolge; die Macht wurde fortan vom Vater auf den Sohn vererbt. Weitere Umayyadenkalifen waren u.a. Yazid und Marwan.

Da die Umayyaden Muslime nicht-arabischer Abstammung ungerecht behandelten, herrschte in vielen islamischen Gebieten schon bald Unzufriedenheit. Ein Aufstand, von Abu Muslim in Khorasan initiiert, griff schnell auf den Iran und den Irak über.

Im Verlaufe dieser Auseinandersetzungen wurden die Umayyaden besiegt. Abu l-Abbas Abdullah, der von den Stämmen des Onkels des Propheten Abbas abstammte, wurde zum Kalifen ausgerufen, womit das Kalifat auf die Dynastie der Abbasiden überging. Eine Ausnahme bildete Andalusien, das 711 von Tariq ibn Ziyad erobert worden war. Dort entwickelte sich fortan eine hoch zivilisierte islamisch-andalusische Kultur, die einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Wissenschaften in Europa leistete. Die Herrschaft der Umayyaden in Andalusien wurde erst 1031 beendet.

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